Westfalenpost: Digital nicht im Abseits / Kommentar von Joachim Karpa zum schnellen Internet

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Südkorea hat es bereits kurz nach der
Jahrtausendwende zur Pflicht gemacht, bei allen Bauprojekten
Glasfaserkabel zu ziehen. Die Bundesregierung hat im Januar das
sogenannte Digi-Netz-Gesetz auf den Weg gebracht. Voraussetzung für
den beschleunigten Ausbau des Hochleistungsnetzes. Und preiswerter
noch dazu. Eine überfällige Entscheidung. In der Region ist
spätestens mit der Gründung der Telekommunikationsgesellschaft
Südwestfalen vor acht Jahren die Notwendigkeit erkannt worden,
digital nicht ins Abseits zu geraten. Niemand, keine Firma, kein
Haushalt, kann und will im digitalen Nirgendwo leben. Dass die
Downloadgeschwindigkeit von 50 Mbit/s in der Perspektive längst nicht
das Ende der digitalen Fahnenstange bleibt, ist gewiss. Der ländliche
Raum, in dem 153 Weltmarktführer zu Hause sind, weiß um die
Schlüsselfunktion einer schnellen Datenautobahn für
Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Topographie und dünne
Besiedlung in Teilen erleichtern ihren Bau nicht. Und nicht immer
sind Unternehmen gewillt, einen Beitrag zu leisten. Digitales
Schneckentempo wird der Einsicht Tempo machen. Zum Glück ist
Südwestfalen früher aufgestanden als die Kanzlerin. Was hatte sie im
Juni 2013 noch gesagt? „Das Internet ist für uns alle Neuland.“

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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