Westfalenpost: Ein zu kleiner Erfolg Von Martin Korte

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Jetzt feiert er doch noch einen historischen Erfolg.
Barack Obama will schon in Kürze nach Kuba reisen. Fast 90 Jahre lang
hat kein US-Präsident mehr einen Fuß auf die Insel des
kommunistischen Erzfeindes gesetzt; jetzt ist die diplomatische
Eiszeit zwischen den nur gut 150 Kilometer voneinander entfernten
Ländern offensichtlich beendet. Fürwahr, das ist ein Erfolg, auch
wenn die Republikaner in den USA schon Zeter und Mordio schreien,
weil Obamas Visite bei Staatschef Raúl Castro einen Mann adelt, der
für Menschenrechtsverstöße verantwortlich sei. Sie verhindern im
Kongress auch die Beendigung der Handelsblockade. Sollte die
Annäherung zwischen Kuba und den USA aber am Ende als herausragendste
außenpolitische Leistung Obamas in die Geschichtsbücher eingehen,
bewiese das erneut, dass der erste schwarze Präsident der Vereinigten
Staaten auf dem globalen Spielfeld leider nur eine schwache Figur
abgegeben hat. In seine Amtszeit fallen einige der blutigsten
internationalen Krisen nach dem Zweiten Weltkrieg. Obama war mit dem
Anspruch angetreten, die USA ein bisschen gerechter und die Welt ein
bisschen friedlicher zu machen. Der angeblich mächtigste Mann der
Welt ist an beiden Aufgaben gescheitert.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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