Westfalenpost: Etwas mehr würde helfen Von Nina Grunsky

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Viel hilft nicht unbedingt viel. Eine alte
Binsenweisheit, die nun die Pisa-Studie zur digitalen Kompetenz der
Jugendlichen in den OECD-Staaten bestätigt hat. Schüler, die
besonders viel Zeit vor dem Computer verbringen, sind demzufolge
nicht schlauer als andere. Länder, die viel in die Ausstattung der
Schulen investieren, schneiden im Vergleich nicht besser ab als
andere. Es zählt eben auch Klasse statt Masse.

In deutschen Schulen allerdings fehlt es an beidem. Qualität und
Quantität. Mittelfeld – das ist deshalb auch das Ergebnis dieser
Pisa-Studie. Die Jugendlichen wissen zwar mit der Technik umzugehen,
aber nicht, Informationen gezielt zu suchen, zu gewichten, zu
verwerten. Auch, weil es in einem der reichsten Länder der Erde an
der notwendigen Ausstattung fehlt: 4,2 Schüler im Alter von 15 Jahren
müssen sich hier einen Rechner teilen. Damit liegt das Land auf Platz
28 von 34 OECD-Staaten.

Mehr Rechner sind allerdings – ironisch angemerkt – gar nicht
nötig, denn noch immer werden Lehrer kaum darin ausgebildet, wie sie
digitale Medien im Unterricht sinnvoll einsetzen können, um den
Kindern einen gewinnbringenden Umgang zu vermitteln. Und noch immer
werden Schüler gar nicht darin geprüft, ob sie diese Medien auch
richtig einsetzen können. Etwas mehr, Klasse wie Masse, würde
vermutlich schon viel helfen.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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