Westfalenpost: Harald Ries zur neuen Gesundheitsstudie

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Im Prinzip wissen wir das natürlich: Wir bewegen uns
zu wenig. Mehr Herz-Kreislaufstörungen, Diabetes, Brust- und
Darmkrebs sind die Folge. Also besser mal wieder joggen, wandern
oder schwimmen. Mehr Wege zu Fuß zu machen. Ist gar nicht so schwer.
Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Das reicht nicht. Zweimal
Fitnessstudio pro Woche kann nicht ausgleichen, was wir den größten
Teil unseres wachen Lebens tun: Wir sitzen. Am Schreibtisch, vorm
Fernseher und Computer, im Auto. Dabei reduziert sich unser Fett- und
Blutzuckerstoffwechsel auf ein Minimum. Sitzen ist unabhängig vom
Bewegungsmangel ein eigener Risikofaktor. Sitzen ist das neue
Rauchen. Wer seinen Fernsehkonsum im Liegen erledigt, freut sich zu
früh: Kein Deut besser. Höchstens für den Rücken. Stehen dagegen gilt
als leichte körperliche Tätigkeit. Gehen wäre super. Es gibt Tricks,
wie man sich zum häufigeren Aufstehen motivieren kann. Aber die
meisten von uns sind träge. Und die Jobs, die körperliche Aktivität
verlangen, nehmen ab, die Schreibtischtäter werden immer mehr.
Deshalb müssen wir die Arbeitsorganisation verändern. Und Druck
herausnehmen: Wer gar keine Zeit hat, den Blick vom Bildschirm zu
wenden, bekommt früher oder später noch ganz andere gesundheitliche
Probleme.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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