Westfalenpost: Intelligent? / Kommentar von Martin Korte zum Smart-Meter-Einbau

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Intelligente Stromzähler? Warum nicht. Die ganze
Welt digitalisiert sich im Sauseschritt, warum sollte diese
Entwicklung vor der Energieversorgung Halt machen. Smart Metering
ermöglicht eine sinnvolle Netz- und Ressourcensteuerung, hat also das
Potenzial, umwelt- und geldbörsenfreundlich zu wirken.

So weit, so gut. Auf der anderen Seite ist es dem Gesetzgeber
bisher nicht gelungen, den Verbrauchern die Vorteile dieser Geräte
transparent zu verdeutlichen. Ob sie persönlich mit Smart Metern
tatsächlich Strom sparen können, ist vielen Menschen längst nicht
klar. Gleichzeitig haftet den neuen Plänen nicht zu unrecht das
Adjektiv „industriefreundlich“ an, zumal sie jetzt mit der
Brechstange durch das Parlament geprügelt werden. Das ist skandalös.

Demnächst flattern die Rechnungen für den Pflichteinbau in die
Briefkästen; spätestens dann werden die Verbraucher nachrechnen. Die
Kosten für die Installation dürften den angestrebten
Strom-Minderverbrauch nicht ausgleichen – zumal dieser
volkswirtschaftlich und nicht individuell zu veranschlagen ist.

Eine Wahl haben die Bürger nicht. Es ist verständlich, dass sie
sich übers Ohr gehauen fühlen.

Die Stromzähler mögen intelligent sein. Der Versuch, ihren Sinn zu
erklären, war es bisher nicht.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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