Westfalenpost: Joachim Karpa zum Verkauf von Thalia: Die Messe ist gelesen

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Man sieht sich immer zwei Mal im Leben. Vor zwanzig
Jahren verkaufte die Verlegerfamilie Herder ihre Buchhandlungen an
die Familie Kreke. Heute sind es Herder und Partner, die die
Buchhandelskette Thalia für einen niedrigen dreistelligen
Millionenbetrag vom US-Finanzinvestor Advent übernehmen. Familie
Kreke bleibt als Minderheitsaktionär beteiligt. Damit schließt sich
das letzte Kapitel der Zerlegung des einstigen Hagener
Handelskonzerns. Gut dreieinhalb Jahre liegt es zurück, dass Advent
damals der Douglas-Gruppe ein Übernahmeangebot vorlegte, Wochen
später die Mehrheit der Anteile übernahm und seither die Filetierung
des Handelskonzerns betrieben hat. Gut oder nicht gut? Die Frage
stellt sich nicht. Es geht um Gewinn für die Anleger, nicht um die
Menschen, die ihre Arbeitskraft hergeben. So ist der Kapitalismus.
Die Stadt Hagen spürt diese Entwicklung. Bei Thalia soll niemand
seinen Arbeitsplatz verlieren. Sätze der neuen Eigentümer wie die
Vision „Thalia zum Synonym für Lesekultur im Digitalzeitalter zu
machen“, kommen geschwollen daher. Dass Douglas seinen Stammsitz
verlegt und Mitarbeiter mit Prämien weglockt, darüber ist vorher auch
nie gesprochen worden. Warten wir also ab.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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