Westfalenpost: Keine Alternative mehr Von Martin Korte

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Etwas Gutes hat der Essener Parteitag der AfD ja:
Jetzt wissen alle, woran sie sind. Die AfD rückt noch weiter nach
rechts; sie ist islamfeindlich, nationalistisch, schürt den
Fremdenhass und lehnt den Euro ab. Sie will ein anderes Deutschland,
ein anderes Europa. Mitglieder, die noch mit etwas Vernunft gesegnet
sind, die sich als Anhänger der Realpolitik sehen, werden die Partei
nun verlassen. Die AfD ist keine Alternative mehr für Deutschland.

Bernd Lucke hat den rechten Flügel und dessen Frontfrau Frauke
Petry unterschätzt. Weil er es versäumte, die nationalkonservativen
Kräfte frühzeitig zu bändigen, muss er nun seinen Hut nehmen und sich
von seiner Nachfolgerin als „Galionsfigur der Gründerzeit“ (bedeutet:
Du bist von gestern) demütigen lassen.

Lucke wird nun wahrscheinlich eine neue Partei gründen – damit
kennt er sich ja aus. Wäre er so konsequent, wie er das in seinen
frühen Reden von anderen Politikern immer gefordert hat, müsste er
nun auch seinen Sitz im Europaparlament abgeben; für die AfD neuer
Couleur kann er dort jedenfalls nicht mehr sprechen.

Klarheit schafft Verständnis, das ist das einzige positive Signal
von Essen. Die AfD wird sich weiter radikalisieren. Die AfD ist
unwählbar!

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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