Westfalenpost: Lorenz Redicker zu den Baustellen der Bahn

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Gut eine Milliarde Euro investiert die Bahn in
Nordrhein-Westfalen. Eine ordentliche Summe, gewiss. Aber: das ist
nur ein kleiner Bruchteil dessen, was am Ende allein im Bahnhof
Stuttgart 21 versenkt wird. Und in Bayern investiert die Deutsche
Bahn im Rahmen der aktuellen Modernisierungsoffensive wieder einmal
noch mehr Geld als in NRW. Da einen Zusammenhang mit der Heimat des
Bundesverkehrsministers zu sehen, ist keinesfalls gewagt. Zurück nach
NRW: Die Verjüngungskur für Schienen, Brücken und Bahnhöfe ist
überfällig, allzu lange hat die Bahn an der Substanz gespart. Wenn
der regionale Bahnchef vom „Wiederaufbau West“ spricht, trifft das
den Kern. Die Rekordinvestitionen sind nicht zuletzt Fehlern der
Vergangenheit geschuldet. Bezahlen müssen diese Fehler auch die
Fahrgäste. Investitionen bedeuten Baustellen bedeuten Verspätungen.
Und Zugausfälle. Wuppertal wird insgesamt neun Wochen lang vom
Zugverkehr abgehängt, das trifft tausende Pendler und Reisende hart.
Ob eine Sperrung nur an Wochenenden, das aber über viele Monate, die
bessere Option gewesen wäre, darüber lässt sich streiten. Es bleibt
die Hoffnung, dass anschließend vieles besser wird. Die Investitionen
der Bahn jedenfalls sind absolut notwendig.

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