Westfalenpost: Martin Korte zu Einbruchszahlen

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Für Loblieder ist es zu früh. Dass die
Einbruchszahlen im ersten Halbjahr 2016 in Nordrhein-Westfalen
rückläufig sind, ist erfreulich, aber ein langfristiger Trend lässt
sich aus dieser Statistik noch nicht ableiten. Mehrere Faktoren
dürften eine Rolle für den Rückgang spielen: Die Bürger sind
wachsamer, sie schützen ihr Eigentum effektiver, und – ja – die
Polizei zeigt mehr Präsenz an neuralgischen Punkten. Die Frage ist,
ob die Beamten diesen Einsatz auf Dauer durchhalten. Sie häufen ja
jetzt schon Überstunden ohne Ende an. Wenn Hundertschaften zudem alle
paar Wochen von einer Großstadt in die andere verlegt werden, dürfte
sich das auch bei Einbrechern schnell herumsprechen. Unter der Strich
sind wir also wieder bei einer alten Kernforderung: Die Polizei
benötigt dringend mehr Personal. Das gilt insbesondere für den
ländlichen Raum. Denn die dortige Zunahme der Einbruchsdelikte ist
äußerst bedenklich. Wenn es stimmt, dass Kriminelle neuerdings über
die Dörfer ziehen, weil sie in den Städten zu viele Uniformen sehen,
dann muss die Politik schnellstens auf diese Entwicklung reagieren.
In Südwestfalen gibt es etliche Orte ohne Polizeipräsenz. Ihre Zahl
ist in der Vergangenheit eher gestiegen. Eine gute Nachricht ist das
nur für Einbrecher.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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