Westfalenpost: Martin Korte zum Wisent-Projekt

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Sogar der arabische Sender Al Jazeera hat berichtet:
Das Wisent-Projekt im Rothaargebirge gilt als einzigartig in Europa,
es kann sich mit namhaften Fürsprechern in Politik und Wissenschaft
schmücken. (Deshalb ist das Urteil nun auch eine kleine Niederlage
für den grünen NRW-Umweltminister Remmel.) Die imposanten Tiere haben
bisher gut 100 000 Besucher angelockt und der Region
touristisch noch weiter auf die Sprünge geholfen. Und jetzt steht das
Projekt möglicherweise vor dem Aus. Denn eine Auswilderung und ein
Zaun – das passt irgendwie nicht zusammen. Was wird aus dem Begriff
„freie Wildbahn“ angesichts eines Gerichtsurteils, das dem
Trägerverein vorschreibt, „geeignete Maßnahmen“ zu ergreifen, die
verhindern, dass die Tiere nach eigenem Belieben durch die Gegend
laufen? Die Schritte, die der Verein nun gehen muss, sollten ja in
einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen. Die Wisent-Fans
schwimmen nicht im Geld. Unabhängig davon bleibt die Frage, ob sich
die beiden Konfliktparteien nicht mittlerweile emotional so weit
voneinander entfernt haben, dass ein Kompromiss ausgeschlossen ist.
Die Waldbauern können sich als Sieger fühlen; sie haben als
Eigentümer ihr gutes Recht durchgesetzt. Die Region hat verloren.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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