Westfalenpost: Martin Korte zur Inklusion in NRW

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Gut gewollt, katastrophal umgesetzt – dieses
Inklusions-Zeugnis stellen Experten den Schulstrategen der
nordrhein-westfälischen Landesregierung ja nicht erst seit diesem
Schuljahr aus. Behinderte und nicht behinderte Schüler gemeinsam
unterrichten zu wollen, ist ein hehres Ziel, das dem
gesellschaftlichen Zusammenhalt dient. Wenn aber die tägliche Praxis
nicht funktioniert und auch keine Besserung in Sicht ist, wird das
gesamte Projekt gefährdet. Rot-Grün täte deshalb gut daran, die
Kritik der Pädagogen endlich ernst zu nehmen. Denn von ihnen hängt
die Zukunft der Inklusion ab. Auf dem Papier mögen die Konzepte aus
Düsseldorf ganz schön aussehen, im Klassenraum sind sie blanke
Theorie. Niemand in der Landeshauptstadt kann behaupten, die
Hilferufe aus den Schulen seien nicht angekommen. Stellt die
Regierung sich taub, weil sie weiß, dass sie ihr Konzept gar nicht
umsetzen kann? Oder zumindest nicht so schnell, wie sie es
versprochen hat? Tatsache ist: Es fehlt an Lehrern und Ausstattung.
Und zumindest das Personalproblem lässt sich nicht im Handumdrehen
lösen. Die Schüler haben ein Recht auf qualifiziert ausgebildete
Pädagogen und guten Unterricht. So aber fährt NRW die Inklusion an
die Wand.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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