Westfalenpost: Mathematik-Klausuren im Abitur

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Der Druck ist gewaltig. Der Notendurchschnitt im
Abitur kann Lebensträume junger Leute ermöglichen oder zerstören –
und die ihrer Eltern gleich mit. Der doppelte Abiturjahrgang hat
genug Nervosität in die Familien gebracht. Reicht es für das
Wunsch-Studium oder drohen jahrelange Warteschleifen in Praktika oder
Jobs? Da ist eine schwere, vielleicht zu schwere Mathe-Klausur nur
der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Man kann
das Problem natürlich leicht bagatellisieren. Mathe-Klausuren im
Abitur waren in jeder Generation schwer, und nie hatten es Schüler
leichter als heute, per sozialen Netzwerken auf sich aufmerksam und
Stimmung zu machen. Um Weinerlichkeit geht es nicht.

Was
auffällt ist, dass es seit Jahren bei Problemen um das Fach
Mathematik geht. Fehlerhaft oder unverständlich – so lauten die
Urteile über die gestellten Aufgaben. Damit erzieht man Schüler zu
übergroßem Respekt, den man ihnen – siehe die Werbung für MINT-Fächer
– doch eigentlich nehmen will.

Wie es scheint, hat das
NRW-Schulministerium im G8-Stress noch nicht die Mitte gefunden
zwischen Fordern und Fördern. Als zu lasch zu gelten, scheint die
größte Angst in Düsseldorf zu sein. Größer offenbar als die vor
massenhaft frustrierten Abiturienten.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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