Westfalenpost: Matthias Korfmann zu Korruption in Behörden: Auf dem richtigen Weg

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Wie korrupt sind die Behörden und Unternehmen in
NRW? Auf den ersten Blick wirkt die Zunahme der Korruptionsprozesse
gegen Verwaltungsmitarbeiter Besorgnis erregend. Aber es handelt sich
nicht um einen Sumpf, der immer tiefer wird. Im Gegenteil. Sogar
Transparency International stellt NRW ein gutes Zeugnis aus. Und die
Lage hier sei ein „Spiegel“ für die im Bundesgebiet. Die
Selbstkontrolle in den Ämtern scheint an Rhein und Ruhr halbwegs zu
funktionieren, besonders gut wirke aber die so genannte
„Dunkelfeldaufhellung“: NRW-Bürger können persönlich in einem
speziellen Büro oder telefonisch über eine Hotline Hinweise auf
Korruption geben. Der Ruf der anonymen Hinweisgeber, heute
„Whistleblower“ genannt, ist besser geworden. Der „Verräter“ und
„Nestbeschmutzer“ von früher ist heute fast schon ein Ehrenmann. Noch
vor 20 Jahren gab es in Deutschland eine Tendenz, Korruption überall
sonst, aber nicht im eigenen Land zu vermuten. So blauäugig ist heute
(fast) keiner. Über die Schäden, die durch Korruption entstehen, wird
offen gesprochen. Gesetze wurden verschärft, Ermittlungsgruppen
gegründet. Es gibt aber keinen Grund, sich auf Erfolgen auszuruhen:
Die Gesundheitsbranche scheint anfälliger denn je.

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