Westfalenpost: Michael Backfisch zum Nato-Einsatz im Mittelmeer

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Der Meeresabschnitt zwischen Griechenland und der
Türkei ist die EU-Außengrenze, die nur mit sehr hohem Aufwand
geschützt werden kann. Hunderttausende Flüchtlinge kamen bereits über
diese Route ins gelobte Europa. Griechenland war jedoch nur
Ankunftsland, danach strömten fast alle weiter. Insofern ist es
richtig, alles zu tun, die Einreise in die EU besser zu überwachen.
Die Nato kann jedoch nur beschränkt helfen. Erstens ist dafür nur ein
Verband vorgesehen, der in der Regel fünf, maximal zehn Schiffe
umfasst. Zweitens verfügen die Bündnis-Boote zwar über modernste
Aufklärungs-Technologie, womit Seebewegungen und Aktivitäten von
Schleuserbanden geortet werden können. Aber auf Grund dieser Daten
ist es dann Sache von Ankara und Athen, den Schleusern das Handwerk
zu legen. Hier offenbarte sich in der Vergangenheit das Versagen. Die
Türken bekamen die Kontrolle der Grenzen und die Schleuser nicht in
den Griff. Den Griechen gelang es nicht, ihre Hoheitsgewässer zu
überwachen. Darüber hinaus hinkt Athen bei der Registrierung von
Flüchtlingen – den Hotspots – hinterher. Der geplante Nato-Einsatz im
östlichen Mittelmeer kuriert an den Symptomen. Er soll der
Öffentlichkeit das Gefühl vermitteln, dass die Politik handelt.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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