Westfalenpost: NRW-Unternehmer stellen Forderungen: Wink aus der Wirtschaft

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Es ist nicht ungewöhnlich, dass Wirtschaftsverbände
im Vorfeld von Landtagswahlen ihre Vorstellungen kundtun.
Ungewöhnlich ist jedoch, dass ein auf dem Weltmarkt erfolgreicher
Autozulieferer wie Arbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff aus dem
Sauerland acht Monate vor der NRW-Wahl einen aufrichtig besorgten Ton
anschlägt und einen detailreichen Forderungskatalog präsentiert.
Seine Botschaft: Über den Standorterfolg von Nordrhein-Westfalen wird
sehr wohl doch in Nordrhein-Westfalen entschieden. Die Düsseldorfer
Opferrhetorik und routinierte Fingerzeige nach Berlin, Brüssel und
auf die Wirren der Weltmärkte ändern an Nullwachstum und
Tabellenende-Tristesse eben rein gar nichts. Kirchhoff mahnt eine
„neue Willkommenskultur“ für Unternehmen an, die Menschen Arbeit
geben und das Wachstum ankurbeln. Er buchstabiert sie als Abwesenheit
vieler kleiner Verordnungen, Erlasse, Gesetze, Prüfungen und
Planungshemmnisse, die immerzu Investitionen behindern.
SPD-Wirtschaftsminister Duin hatte zuletzt öffentlich eingeräumt,
dass der Keim vieler Fehlentscheidungen im grün durchwirkten
Koalitionsvertrag 2012 gelegt wurde. Ob sich daran am 15. Mai 2017,
dem Tag nach der Landtagswahl, noch jemand erinnert? Nicht nur Duin
weiß, dass die SPD 2012 im Hochgefühl eines fast 40-Prozent-Triumphs
besser eine klare Wirtschaftsagenda durchgesetzt hätte. Auch für
CDU-Oppositionsführer Laschet, der die Schlusslicht-Debatte fleißig
befeuert, sollten die Klagen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft
eine Mahnung sein. Mit Schwarz-Grün würde Standortpolitik kaum
leichter als mit Rot-Grün.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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