Westfalenpost: Nur ein leiser Applaus / Kommentar von Martin Korte zum Programm „Gute Schule 2020“

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Niemand wird bestreiten, dass es kaum eine
sinnvollere Investition gibt, als die Bildung unserer Kinder zu
fördern. Die Qualität der Schulen entscheidet über unsere Zukunft.
Wenn Ministerpräsidentin Kraft nun ankündigt, marode Klassenräume in
NRW mit insgesamt zwei Milliarden Euro aufzumöbeln, gibt es auf den
ersten Blick keinen Grund, diesen Vorstoß nicht mit Applaus zu
quittieren.

Aber: Erstens hat auch die rot-grüne Landesregierung zugelassen,
dass dieser Investitionsstau überhaupt existiert. Zweitens sind 500
Millionen Euro im Jahr gar nicht so viel. Hierzulande gibt es
schließlich 6000 Schulen. Drittens muss das Land diese Summe über
neue Schulden finanzieren. Da spielt es keine Rolle, dass die
landeseigene NRW-Förderbank das Geld aufbringen muss. Nachhaltige
Finanzpolitik sieht anders aus. Sparen ist ja eigentlich das
Gegenteil von Geld ausgeben.

Und viertens stehen im kommenden Jahr Landtagswahlen an. Kann gut
sein, dass Hannelore Kraft in den nächsten zehn Monaten weitere
Projekte präsentieren wird, die ihr Stimmen einbringen sollen. Das
Programm „Gute Schule 2020“ ist nicht schlecht. Ein Programm „Gute
Schule 2010″ wäre noch besser gewesen.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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