Westfalenpost: Regional als Chance Von Monika Willer

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Schweine, die Tausende von Kilometern im Lkw durch
Europa gekarrt werden, bevor die Schnitzel zum Billigstpreis im
Discounter angeboten werden: Das ist eine Vorstellung, die immer mehr
Menschen den Appetit verdirbt. Die Lebensmittelskandale der
Vergangenheit haben eine Änderung im Verbraucherverhalten zur Folge.
Bei Nahrungsmitteln geht es heute um Vertrauen, und wem könnte man
besser vertrauen als etwa dem Metzger vor Ort, der den Bauern kennt,
von dem er seine Säue und Rinder bezieht. In dem neuen Trend zu
regionalen Lebensmitteln liegt eine große Chance für die
Landwirtschaft. Nicht jeder Betrieb kann oder will auf Bio umstellen,
auch wenn die Biobauern von der derzeitige Milchpreiskrise zum
Beispiel nicht betroffen sind. Doch bei Fleisch und Gemüse muss die
Branche noch viel stärker die Vorteile der regionalen Erzeugung und
der damit verbundenen kurzen Wege ausspielen und vermarkten – und
zwar auch mit neuen Vertriebsformen wie dem Internet. Warum sollte
der Hof, der seit Generationen Stammkunden mit Kartoffeln versorgt,
nicht zusätzlich ins Online-Geschäft einsteigen? Denn eins steht
fest: Das Vertrauen in sichere Lebensmittel wird als Verkaufsargument
an Bedeutung weiter gewinnen.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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