Westfalenpost: Rolf Hansmann zum Kartellamtsverfahren gegen Facebook

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Ist das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook
womöglich gar nicht so sozial gegenüber seinen Nutzern, wie es der
Name dieser Form von Online-Diensten suggeriert? Weil es in seinen
Vertragsbestimmungen zur Verwendung von Nutzerdaten Grundsätze des
Datenschutzes mit Füßen tritt? Es ist richtig, dass das
Bundeskartellamt sich dieser Fragen annimmt und ein Verfahren
eingeleitet hat. Daten- und Verbraucherschützer beißen sich an dem
Internet-Konzern die Zähne aus. Sie haben nicht die Macht, um
Datenschutz-Verletzungen so zu ahnden, dass es Facebook merkt. Das
Kartellamt ist da ein ganz anderes Kaliber – mit deutlich größeren
Sanktionsmöglichkeiten. Mehr als 28 Millionen Nutzer kommunizieren in
Deutschland über Facebook. In dem Wissen um die Marktvorherrschaft
wundert es nicht, dass Nutzer den schwammigen Datenschutzbestimmungen
zustimmen. Zumal sie von Facebook nicht umfassend darüber aufgeklärt
werden, dass man anhand der massenhaft erhobenen persönlichen Daten
detaillierte Nutzerprofile für Werbekunden erstellt. Facebook muss im
Sinne der Kunden Transparenz leben. Wenn das Unternehmen dies nicht
versteht, muss ein klares Wort der Wettbewerbshüter her.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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