Westfalenpost: Torsten Berninghaus zur Klage des Jagdverbandes NRW

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Der Landesjagdverband NRW ist kein Tierschutzverein.
So urteilte gestern das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Das bedeut
ausdrücklich nicht, dass Jäger keine Tierschützer sind. Seit der
Auseinandersetzung um die Novellierung des Landesjagdgesetzes ist das
Tischtuch zwischen dem NRW-Umweltministerium und dem Jagdverband
zerrissen. Die Waidmänner sehen keine Basis mehr für einen Dialog,
sie fühlen sich nicht ernst genommen mit ihren Argumenten. Deshalb
hatte Verbandspräsident Ralph Müller-Schallenberg mehrfach
angekündigt, Klage einzureichen. Gerichtlich würden die Jäger ihre
Einflussmöglichkeiten geltend machen. Das aktuelle Urteil erreicht
dieses Ziel nicht – es schadet den Jägern. Denn es lässt sich
ausschlachten und verkürzen auf die Formel: Jäger sind keine
Tierschützer. Das aber hat das Gericht nicht gesagt. Die Richter
attestieren den Jägern durchaus angewandten Tierschutz. Was
selbstverständlich ist: Schließlich ist eine Kulturlandschaft ohne
Regulierung nicht denkbar. Die Männer und Frauen in der Hege sind es,
die das Nebeneinander der vielfältigen Nutzungsaspekte in Wald und
Flur möglich machen. Dafür erwarten sie Respekt und einen Platz in
der Mitte der Gesellschaft. Das aber lässt sich nicht einklagen.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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