Westfalenpost: Von Carsten Menzel zum Milchpreisverfall: Milchquote light

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Warten auf den Milchgipfel: Die Politikerrunde soll
richten, was der Markt nach dem Wegfall der Quotierung nicht erreicht
hat – die Herstellung eines Preisgefüges, das den Landwirten ein
Überleben ermöglicht. Der Preisverfall für das Lebensmittel ist
mittlerweile dramatisch. Aus mehreren Gründen. Sicher, weil
Exportmärkte weggebrochen sind. Aber auch, weil sich Supermärkte
einen Preiskampf liefern. Da, spätestens, kommt der Verbraucher ins
Spiel, der sich nicht nur die Frage stellen muss, was er bereit ist
für einen Liter Milch auszugeben, sondern auch, welchen Wert ein
Lebensmittel hat. Dass höhere Preise durchsetzbar sind, zeigt der
Blick auf die Biobranche. Ein Ausweichen fast aller Milchviehwirte
auf diese Sparte alleine ist indes kein Ausweg; dann würde auch der
Preis für Biomilch kollabieren. Am Ende wird es wohl auf eine
„Milchquote light“ hinauslaufen: auf Beihilfen, die zu einer
Mengenreduzierung führen. Aber bitte auf europäischer Ebene, ohne
nationale Alleingänge. Das wäre gut für alle Beteiligten. Denn ein
Höfesterben könnte die Entwicklung absehbar umdrehen – und den Preis
nach oben schnellen lassen.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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