Westfalenpost: Wichtig ist am Spielfeldrand / Kommentar von Nina Grunsky zur Gewalt im Amateurfußball

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Es ist eine dieser Sport-Binsenweisheiten von der
Güte wie „der nächste Gegner ist der schwerste“: Fußball ist ein
Spiegel der Gesellschaft. Auf dem Platz passiert nichts, was nicht
überall zu beobachten wäre. Der Ton wird rauer, die handgreiflichen
Auseinandersetzungen härter. Das ist auf dem Schulhof so, im
Straßenverkehr – und auf dem Rasen.

Egal was man dagegen tut, es wird diese Auseinandersetzungen immer
geben. Denn zum Fußball gehört Leidenschaft – und die kann auch
disziplinierte Spieler unberechenbar machen. Das soll aber keineswegs
bedeuten, dass die Verbände nichts dagegen unternehmen müssten. Neue
Konzepte auszuarbeiten, auch die Vereinsspitzen in die Pflicht zu
nehmen, ist nicht verkehrt. Es gibt aber längst viele wirksame
Instrumente, für Ruhe auf dem Rasen zu sorgen. Sie müssen nur
konsequent angewendet werden – auch das ist im Fußball nicht anders
als überall. Zudem müssen sich die guten Ideen flächendeckend
durchsetzen – wie die Fair-Play-Liga zum Beispiel. Dabei entscheiden
die Kicker der E- und F-Jugend basisdemokratisch über Freistöße und
lernen so Verantwortung.

Sie sollten auch ihren pöbelnden Eltern Platzverbote erteilen.
Denn die tragen mit schlechten Vorbildern dazu bei, dass aus kleinen
Randalierern große werden.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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