Westfalenpost: zu Dresden: Gefahr von rechts

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Noch sind die Täter unbekannt, doch es wäre schon
sehr überraschend, wenn sie nicht aus der rechtsradikalen Ecke kämen.
Der Sprengsatz gegen das Kongresszentrum, in dem der Bundespräsident
am Tag der deutschen Einheit einen Empfang geben wird, ist ein
symbolischer Anschlag auf die obersten Repräsentanten des Staates,
und der Sprengsatz gegen die Moschee ist ein sehr konkreter Anschlag
auf das Leben von Muslimen im Land. Die „Fremdenfeindlichkeit“, von
der die Dresdner Polizei ausgeht, trifft es also nicht ganz: Der
Terror richtet sich gegen die Bundesrepublik, ihre Werte und ihre
Menschen. Nun ist zwar unser Staat weitaus stabiler, als es das
allgemeine Krisengerede glauben machen will, und die Mehrheit der
Bürger weiß, was sie an ihm hat. Die Gefahren sind dennoch
offensichtlich: Sind Muslime nicht mehr sicher in Deutschland?
Radikale Islamisten werden versuchen, solche Angriffe zur
Rekrutierung von Attentätern zu nutzen. Und wenn die zuschlagen
sollten, ist mit einer Eskalationsspirale zu rechnen. Und dann:
wieder Sachsen. Das befördert die Vorbehalte im Westen des Landes,
auf die der Osten meist mit Trotz reagiert. Einheit? Schön wäre es.
Besonders dringend nötig sind deshalb Ermittlungserfolge. Die
Behörden haben viel gutzumachen.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

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