Wie der Wohlfahrtsstaat die Migration anheizt

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„Die Debatte um die Flüchtlingskrise wird mit
falschen Begriffen geführt“, stellt Anthony P. Mueller in seinem
jüngsten Beitrag auf www.misesde.org fest. Da zumeist die Moral in
den Vordergrund gestellt wird, werden die Ursachen für Migration
nicht richtig benannt. Aber nur wenn man sich mit diesen
auseinandersetzt, kann eine Lösung für das Problem gefunden werden.
Dabei muss man zunächst zwischen Push- und Pull-Effekten
unterscheiden. Paradoxerweise hat der wachsende Wohlstand der dritten
Welt einen starken Beitrag für den Migrations-Push geleistet. Erst
der verbesserte Gesundheitszustand, das gestiegene Bildungsniveau und
nicht zuletzt der Zugriff auf moderne Technologien machen die
Migrationsbewegung aus der dritten Welt überhaupt möglich.

Das sich diese Migration dabei alleine Richtung Europa orientiert,
liegt an dem großzügigen Wohlfahrtsstaat. Der Zugang zu einem der am
höchsten entwickelten Bildungs- und Gesundheitssysteme ist einfach
und für Flüchtlinge nahezu kostenfrei. Die Arbeitsbedingungen sind
extrem arbeitnehmerfreundlich. Die Sozialfürsorge steht jedem offen
und lockt mit – gerade in Relation zu den Heimatländern – äußerst
großzügigen Zahlungen.

Aber der europäische Sozialstaat hat noch eine weitere Dimension.
Er wirkt nicht nur als Magnet für die Migranten, er hat andererseits
wortwörtlich auch die heimischen Bevölkerungen ausgezehrt. Die
moderne Sozialpolitik macht Kinder und Familie ökonomisch
unattraktiv. In der Folge fehlen der alternden und schrumpfenden
Bevölkerung zunehmend nicht nur der Wille und die Fähigkeit zur
Abwehr der Migrationsbewegung, sie begegnet ihr auch noch mit
falscher Humanität. „Das gegenwärtige Elend besteht so nicht nur in
der Krise als solcher, sondern mehr noch in der Geisteshaltung, mit
der man der Krise begegnet“, so Muellers Konklusion.

„Mueller analysiert die Situation sehr treffend. Allerdings muss
noch ein Aspekt hinzugefügt werden“, bemerkt Andreas Marquart,
Vorstand des Ludwig von Mises Instituts Deutschland. „Der
überbordende, die Gesellschaft auszehrende Sozialstaat wird nämlich
erst durch unser herrschendes Geldsystem, bei dem Geld aus dünner
Luft via Kredit geschöpft wird, möglich und am Leben erhalten. Gäbe
es diese Art der Geldschöpfung nicht, wären die Sozialsysteme längst
kollabiert und mit ihnen die Anreize zur Migration.“

Wie der Wohlfahrtsstaat die Migration anheizt
http://www.misesde.org/?p=12220

Pressekontakt:
Wordstatt GmbH
Dagmar Metzger
Tel: +49 89 3577579-0
Email: info@wordstatt.de

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