Wie Inklusionssport noch mehr Schule machen kann (FOTO)

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Das Besondere am Inklusionssport: Er endet nicht mit dem
Abschlusszeugnis in der Hand. Denn vor allem in der Freizeit ist er
gefragt – das belegt die aktuelle „Lift Unified Umfrage“* unter
Sportlern mit und ohne Behinderung. Die Läufer berichten über ihre
Erfahrungen mit dem Kooperationsprojekt „Gemeinsam läuft–s besser“
von Lift Apfelschorle und Special Olympics Deutschland, einem
erfolgreichen Pionier des Inklusionssports.

„Das Thema Inklusion wird ganz oft mit Schule und Bildung
verknüpft, es ist aber viel mehr“, sagt Steffa Michailowa von Special
Olympics Deutschland (SOD). Dieses „viel mehr“ zeigt eindrücklich die
aktuelle „Lift Unified Umfrage“ unter Läufern des inklusiven
Kooperationsprojekts „Gemeinsam läuft–s besser“. Zu Wort kamen sowohl
Athleten mit geistiger Behinderung, als auch Sportler ohne geistige
Behinderung, die gemeinsam in ihrer Freizeit in Lift Unified
Laufgruppen trainieren. Sie alle eint: Sie wollen Spaß, Sport und
ihre Freizeit zusammen mit anderen verbringen.

In den Lift Unified Laufgruppen ist Sport auf Augenhöhe eine
Selbstverständlichkeit. Hier erleben seit 2013 die Läufer regelmäßig,
wie bereichernd gemeinsamer Sport von Menschen mit und ohne geistige
Behinderungen ist. Und vor allem, wie einfach sich dabei
Berührungsängste in Luft auflösen. Die Umfrage zeigt: Vor dem ersten
gemeinsamen Training hatten nur einige wenige der Befragten derlei
Ängste – die sich aber schließlich bei keinem der Sportler
bestätigten. Im Gegenteil: Die knapp zehn Prozent der Läufer ohne
Behinderung überwanden durch den Sport ihre anfänglichen Vorurteile
und Sorgen.

Die Chance der Freiwilligkeit

Inklusion bewusst zu fördern, ist die Hauptmotivation für die
Laufpartner, um sich beim Projekt zu engagieren. Dieser Gedanke geht
Hand in Hand mit dem Spaß am Laufen – der auf Platz zwei der Gründe
für die Teilnahme steht. „Der Hauptunterschied zwischen Schule und
Freizeitsport besteht in der Freiwilligkeit. Wer sich in inklusiven
Trainingsgruppen engagiert, tut das aus einer besonderen persönlichen
Motivation heraus“, sagt Steffa Michailowa von SOD.

In der Schule ist Inklusion ein Pflichtthema, es steht deshalb
auch höher auf der politischen Agenda. Doch Inklusion sollte nicht am
Schultor enden. Gerade deshalb sind inklusive Freizeitsport-Angebote
besonders wichtig. Hier treffen Menschen aufeinander, die im Alltag
oft nur wenige Berührungspunkte haben. So sind zwar ein Drittel der
befragten Laufpartner miteinander verwandt, die überwiegende Mehrheit
aber lernte sich erst beim Training kennen – und schätzen. „Mir geht
es vor allem um den Spaß, den wir miteinander haben“, sagt mehr als
jeder zweite Laufpartner. Auch bei den Sportlern mit Behinderung
lautet die häufigste Antwort: „Wir haben Spaß zusammen!“

Mehr Information für mehr Inklusion

Die meisten Sportler erfahren durch Lauf-Events oder den SOD von
den inklusiven Lift Unified Laufgruppen. „Um Menschen für inklusiven
Sport zu gewinnen, braucht es deshalb noch mehr Information“, sagt
Steffa Michailowa. Je mehr größere, nationale Veranstaltungen zum
Beispiel der SOD ausrichtet desto mehr Menschen wissen um die
Möglichkeit, inklusiven Sport zu treiben. Zum anderen müssten die
Vereine verstärkt inklusive Angebote machen, also mit
Behindertenorganisationen in Kontakt treten und gemeinsam
Möglichkeiten erarbeiten. „Inklusion ist ein Prozess, bei dem wir –
trotz aller Erfolge der Lift Unified Laufgruppen – noch am Anfang
stehen“, sagt Michailowa.

Im Leben der inklusiven Sportler bilden die Lift Unified
Laufgruppen eine stabile Konstante. Wer einmal damit angefangen hat,
scheint auch dabei zu bleiben. Ein Drittel der befragten Läufer macht
bereits seit rund zwei Jahren mit, trainiert wird meist einmal pro
Woche. Bei den Sportlern mit Behinderung stärkt das gemeinsame
Rundendrehen ihr Selbstbewusstsein. Sie schätzen das Lob, das sie in
der Gruppe erhalten. Und das Laufen sorgt für ein besseres
Körpergefühl. „Beim Walken bekomme ich meinen Körper besser in den
Griff. Hier fühle ich mich wohl“, erzählt eine Athletin.

Unternehmen nehmen Kurs auf Inklusion

2013 fiel der Startschuss für das erste inklusive Laufprojekt in
Deutschland im Rahmen des Kooperationsprojekts „Gemeinsam läuft–s
besser“ von Lift Apfelschorle und Special Olympics Deutschland.
Mittlerweile sind fast 1.000 Menschen aus sechs Bundesländern in den
Laufgruppen des Projekts „Gemeinsam läuft–s besser“ aktiv. „Um
Inklusion weiter zu fördern, können Unternehmen selbst aktiv werden“
sagt Steffa Michailowa. Ein positives Beispiel ist das Corporate
Volunteering bei Coca-Cola. Mitarbeiter werden regelmäßig von der
Arbeit freigestellt, um sich bei den Nationalen Spielen des SOD als
Helfer zu engagieren. „Der Effekt ist groß, denn das ist gelebte
Inklusion, die die Beteiligten nachhaltig prägt und beeindruckt.
Unternehmen, die eine solche gesellschaftliche Verantwortung zeigen,
wirken positiv als Arbeitgeber. Sie sind Vorbild innerhalb der
Kommune, in der sie sich engagieren und darüber hinaus. Gerade
Fachkräfte, die auf der Suche nach einem passenden Arbeitgeber sind,
werden auf ein solch engagiertes Unternehmen positiv aufmerksam.“

*Über die Lift Unified Umfrage

Im Zuge einer qualitativen Erhebung unter den Sportlern des
inklusiven Laufprojekts „Gemeinsam läuft–s besser“ von Lift
Apfelschorle und Special Olympics Deutschland wurden im Juli 2015
insgesamt 74 Sportler mit und ohne geistige Behinderung qualitativ
befragt. Im Fokus standen dabei ihre Motivation und Erfahrungen im
inklusiven Laufprojekt. Ergänzt wurde die Befragung durch ein
Experteninterview mit Steffa Michailowa, verantwortlich für
Teilnehmermanagement und Sportprojekte bei Special Olympics
Deutschland.

Über die Lift Unified Laufgruppen

Mit den inklusiven Lift Unified Laufgruppen möchte Lift
Apfelschorle einen Beitrag zu einer offeneren und toleranteren
Gesellschaft leisten. Seit Gründung von Special Olympics
International (SOI) im Jahr 1968 unterstützt Coca-Cola die weltweit
größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung (in
Deutschland seit 2003). Mit der Marke Lift hat Coca-Cola 2013 die
Zusammenarbeit mit Special Olympics Deutschland (SOD) noch weiter
ausgebaut: Unter dem Dach des Projekts „Gemeinsam läuft–s besser“
treffen sich mittlerweile rund 1.000 Menschen mit und ohne geistige
Behinderung regelmäßig zum gemeinsamen Lauftraining und bereiten sich
auf Wettbewerbe vor. Weitere Informationen zu den Lift Unified
Laufgruppen unter: www.lift-apfelschorle.de und
www.facebook.com/liftapfelschorle.de

Pressekontakt:
Coca-Cola GmbH
Stefanie Effner
Stralauer Allee 4
10245 Berlin
T +49 30 22 606 9800
presse@coca-cola-gmbh.de

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