Winterkleidung und sauberes Trinkwasser für Jesiden-Familien in Kurdistan / Religiöse Minderheit flüchtete vor dem Terror des IS

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Viele von ihnen wohnen nicht in den regulären
Flüchtlingslagern: Zahlreiche vor der Terrormiliz IS in die Autonome
Region Kurdistan geflüchtete Jesiden gehen lieber in inoffizielle
Camps – aus Angst vor Repressalien. Angehörigen dieser religiösen
Minderheit gilt die besondere Aufmerksamkeit des internationalen
christlichen Hilfswerks Shelter Now im Norden des Irak. „Wir haben
für mehrere Hundert Jesiden Winterhilfe geleistet und versorgen sie
für die nächsten sechs Monate mit sauberem Trinkwasser“, berichtet
Shelter Now-Direktor Udo Stolte nach Rückkehr aus der Krisenregion.

Die Jesiden, unter anderem im Irak und in Syrien beheimatet,
werden seit Jahrhunderten von Teilen der muslimischen
Bevölkerungsmehrheit als „Ungläubige“ diskriminiert. Zehntausende
haben sich vor dem IS-Terror nach Kurdistan gerettet. „Weil sie sich
aber nicht in die großen Lager trauen, bekommen sie auch keine
Essensrationen der Vereinten Nationen“, erklärt Udo Stolte. Mit
Gelegenheitsarbeiten versuchen die Männer ihre Familien – mehr
schlecht als recht – zu ernähren.

Durch Shelter Now erhielten in der Gegend von Suleymaniya über 60
Jesiden-Familien Decken, Jacken, warme Stiefel, kleine Heizkörper und
den nötigen Brennstoff. In der Region gebe es auch große Probleme mit
unhygienischem Trinkwasser, so Stolte. Die Flüchtlinge litten unter
entsprechenden Krankheiten, die Gefahr einer Cholera-Infektion sei
akut. Das Hilfswerk versorgt sie mit abgepacktem Trinkwasser in
Portionsbechern sowie in 17,5-Liter-Behältern. „Für später denken wir
an Wasserfilter, um die Versorgung mit sauberem Trinkwasser
nachhaltig sicherzustellen“, sagt der Shelter Now-Direktor.

Stolte zeigt sich „zutiefst enttäuscht“, dass die humanitäre Lage
der Flüchtlinge in Kurdistan trotz aller Versprechungen der
Geberländer unverändert schlecht sei. Langfristig möchte das
Hilfswerk den Jesiden beim Wiederaufbau ihrer Dörfer im irakischen
Distrikt Sindschar (kurdisch Shingal) helfen. Die meisten wollten
wieder in ihre Heimat zurückgehen, berichtet Stolte, sobald die
Gegend wieder sicher sei.

Shelter Now ist ein internationales Hilfswerk mit
Koordinierungsbüro in Deutschland. Seit 1983 ist es in Pakistan und
seit 1988 in Afghanistan tätig. Der Name der Organisation in
Deutschland lautet „Shelter Now Germany e.V.“. Shelter Now finanziert
seine Hilfsaktionen zu einem großen Teil aus privaten Spenden. Die
effiziente und projektbezogene Verwendung der Mittel wird Shelter Now
durch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) mit dem
Spendensiegel bescheinigt.

Spendenkonto: Norddeutsche Landesbank, IBAN DE65 2505 0000 0002
5230 58

Pressekontakt:
Shelter Now Germany e.V., Telefon: 0531/88 53 95-7, info@shelter.de,
www.shelter.de

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