„Wir alle für immer zusammen“ Premiere am 13. Dezember um 15 Uhr in der BOXX

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Kindheit im 21. Jahrhundert
„Wir alle für immer zusammen“ hat in der BOXX Premiere
In „Wir alle für immer zusammen“ erzählt der Niederländer Guus Kuijer von einer Kindheit im 21. Jahrhundert. Dabei zeichnet er ein Bild unserer modernen Gesellschaft nach: Neue Familienmodelle treten an die Stelle der traditionellen Vater-Mutter-Kind-Beziehung. In den Klassenzimmern sitzen Kinder unterschiedlichster Kulturen und tragen ihre Konflikte aus. Und auch die Eltern sind nicht per se Autoritätspersonen, sondern Menschen mit Schwächen, mit denen wiederum die Kinder klarkommen müssen. Seine Polleke, Hauptfigur dieses Stückes, ist eine richtige Heldin des Alltags, die mit Optimismus, Selbstbewusstsein und Energie ihr Leben in die Hand nimmt. Premiere für „Wir alle für immer zusammen“ ist am 13. Dezember um 15 Uhr in der BOXX. Für Stefan Schletter, Leiter des Jungen Theaters Heilbronn, ist dieses Stück, in dem Kinder bestärkt werden, zu sich selbst zu stehen und eine eigene Meinung zu haben, eine Herzensangelegenheit. Er stellt sich mit seiner Inszenierung erstmals als Regisseur in Heilbronn vor. Für Bühne und Kostüme ist Nikolaus Webern verantwortlich. Polleke wird von Anja Willutzki gespielt. Ihre Ensemblekollegen aus dem jungen Theater, Henry Arturo Jiménez und Manuel Sieg spielen alle männlichen Rollen. Als vierte im Bunde ist Varya Popovkina mit dabei. Sie ist wie Anja Willutzki Absolventin der Rostocker Hochschule für Schauspielkunst und übernimmt alle weiteren weiblichen Rollen.
Zum Inhalt
Im Leben der elfjährigen Polleke geht es gerade drunter und drüber. Am peinlichsten ist, dass sich ihr Klassenlehrer in ihre Mutter verliebt hat und die beiden jetzt ein Paar sind. Wie darüber getratscht wird, kann man sich denken. Auslöser war das Berufsfindungsprojekt in der Schule, bei dem Polleke erzählt hat, dass sie Dichterin werden will. Darauf schrieb Mimun, ihr marokkanischer Freund, mit dem sie schon zwei Jahre zusammen ist, dass er nicht mehr mit ihr zusammen sein kann. Denn Frauen als Dichter, das geht in seiner Kultur nicht. Das wiederum macht Polleke so wütend, dass sie Mimun ein paar gepfefferte Zeilen über seine Kultur schreibt. Den Brief findet ihr Lehrer, und hält es deshalb für nötig, das Berufsfindungsprojekt in ein Antirassismusprojekt umzulenken, was wiederum Pollekes Mutter für ungerecht hält. Denn ihre Tochter ist keine Rassistin, das werde sie dem Lehrer schon klar machen. Naja, und da hat es eben gefunkt. Eigentlich ist es kein Problem, denn Pollekes Mutter und ihr Vater sind schon lange getrennt. Ihr Vater hat fünf Kinder mit drei Frauen, sieht aus wie ein Dichter und behauptet auch, er wäre einer und schon bald würde er anfangen zu schreiben. Aber eigentlich macht er nichts, gerät auf die schiefe Bahn und deshalb bereitet er Polleke mehr Kummer, als ihn ein 11jähriges Kind haben sollte. Trotzdem liebt sie ihn. Am besten kann das Mädchen mit ihrer Freundin Caro, die mit zwei Vätern zusammenlebt, über alles reden. Und wenn zu Hause eine Katastrophe die nächste jagt, hat sie immer noch ihre liebevollen Großeltern auf dem Land, die einfach alles verstehen.
Guus Kuijer schreibt mit leichter Hand und entwaffnender Komik
Guus Kuijer gehört zu den herausragenden Kinderbuchautoren der Niederlande. Er wurde 1942 in Amsterdam geboren und arbeitete als Lehrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. In mehr als 30 Romanen, Erzählungen, Theaterstücken und Drehbüchern hat er international Maßstäbe gesetzt für eine Literatur, die Kinder ernst nimmt. Gekonnt siedelt er seine Romane zwischen heiteren Alltagsepisoden und der Tragik des Lebens an. Glasklar und tiefgründig schildert Kuijer, wie seine jungen Protagonisten in das Leben hineinwachsen und einen amüsierten Blick auf die Welt der Erwachsenen werfen. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die preisgekrönten „Polleke“- Romane. Den Auftakt machte 1999 „Wir alle für immer zusammen“. Mit leichter Hand und entwaffnender Komik porträtiert er darin ein heranwachsendes Mädchen zwischen chaotischer Patchworkfamilie und multikulturellem Schulalltag.
„Das Bedeutsamste und das Bewundernswerteste an diesen Geschichten ist, dass sie … die Lebenswelt eines Kindes mit einer Empathie und einer Präzision beschreiben, die ihresgleichen suchen. Es gibt nur wenige Schriftsteller, die für junge Leser so schreiben können, dass man das Gefühl hat, ihre Geschichten bestünden aus keinem Wort zu viel und keinem zu wenig.“ (Siggi Seuß, Deutschland-Radio)
Für „Wir alle für immer zusammen“ wurde Guus Kuijerr 2002 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Philipp Besson und Andreas Steudtner haben dieses großartige Kinderbuch 2007 für die Bühne bearbeitet.
Premiere am 13. Dezember 2015, 15 Uhr, BOXX
Wir alle für immer zusammen
von Guus Kuijer
für die Bühne bearbeitet von Philippe Besson und Andreas Steudtner
Regie: Stefan Schletter
Ausstattung: Nikolaus Webern
Dramaturgie: Eva Bormann
Es spielen: Varya Popovkina (Caro/Mutter u.a.), Anja Willutzki (Polleke); Henry Arturo Jiménez (Mimun/Lehrer u.a.), Manuel Sieg (Vater/Opa u.a.)
Weitere Vorstellungen: 15.12. (11 Uhr), 16.12. (11 Uhr), 17.12. (11 Uhr), 20.12. (15 Uhr), 21.12. (11 Uhr), 20.01. (11 Uhr). 21.01. (11 Uhr), 24.01. (15 Uhr)

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