Wolfgang Schäuble zur Rolle Deutschlands in der EU: „Wir müssen Ost und West, Nord und Süd zusammenhalten“

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Bei einer Veranstaltung zum 70. Geburtstag der
ZEIT im überfüllten Deutschen Schauspielhaus hielt Finanzminister
Wolfgang Schäuble ein leidenschaftliches Plädoyer für die europäische
Einigung: „Wir müssen Europa zusammenhalten.“ Wegen seiner zentralen
Position im Herzen des Kontinents falle Deutschland die Aufgabe zu,
Ost und West, Nord und Süd zusammenzuführen, „weil es uns sonst
auseinanderreißt“. Dabei betonte er im Gespräch mit ZEIT-Herausgeber
Josef Joffe die besondere Verpflichtung des Landes gegenüber den
Flüchtlingen: „Wenn Europa nur mit den Bildern vom Budapester Bahnhof
und Stacheldrahtzäunen identifiziert würde, wäre das eine Schande. Da
ist es gut, dass es Deutschland gibt.“

Im Angesicht der Krisen müsse „Europa in den nächsten Jahren in
der Außen- und Sicherheitspolitik stärker werden“ , forderte
Schäuble. Für Deutschland bedeute das, „mehr in die
Entwicklungszusammenarbeit und ins Militärische zu investieren.“

Zu seinem Image befragt, antworte Schäuble: „Ich muss als
Finanzminister immer ein mürrisches Gesicht machen. Das spart mir 80
Prozent aller Gespräche“, in denen es um Geld ginge. Zum Bayrischen
Ministerpräsidenten: „Seehofer macht es anderen nicht einfach, aber
das bin ich von der CSU gewohnt.“

Rund 10.000 Besucher feierten bei der „Langen Nacht der ZEIT“ den
70. Geburtstag der Wochenzeitung. Am 21. Februar 1946 erschien in
Hamburg die erste Ausgabe. Seitdem hat sich DIE ZEIT zur
meistgelesenen Wochenzeitung in Deutschand entwickelt.

Pressekontakt:
Kay Stelter
DIE ZEIT
Leiter Kultur- und Politikveranstaltungen
Telefon: 040 / 32 80 – 145
Fax: 040 / 32 80 – 558
E-Mail: kay.stelter@zeit.de

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