„Zahl der Integrationsangebote muss drastisch erhöht werden!“ / IB: Geplantes Integrationsgesetz kann Schritt in die richtige Richtung sein

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Die Regierungskoalition plant zurzeit
ein Integrationsgesetz. Aktuell liegen zwar erst Eckpunkte vor. „Mit
einem solchen Gesetz wird erstmals in Deutschland umfassend rechtlich
geklärt, wie die Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen
in unserem Land funktionieren soll“, stellt der Vorstandsvorsitzende
des Internationalen Bundes (IB), Thiemo Fojkar, fest.

Viele Experten sind der Ansicht, dass unsere Gesellschaft
Zuwanderer braucht, um sich auch weiterhin entwickeln und das
Leistungsniveau unserer Wirtschaft auf dem aktuellen Niveau halten zu
können. Dabei helfen Migrantinnen und Migranten, die die deutsche
Sprache beherrschen, die sich qualifizieren können und dürfen und die
Mitglieder unserer Gesellschaft werden wollen. „Ein solches
Integrationsgesetz kann viel dazu beitragen“, ist sich Fojkar sicher.

Der IB wird sich an der jetzt begonnenen Diskussion beteiligen. So
ist es nach Meinung des IB nicht in Ordnung, dass die Zahl der
Teilnehmer in Integrationskursen auf bis zu 25 festgelegt werden
soll. Das ist heute schon Realität und die IB-Mitarbeiterinnen und
-Mitarbeiter in solchen Kursen stellen immer wieder fest, dass 25
Menschen mit völlig unterschiedlichen Bildungshintergründen in einem
Raum ein große Herausforderung sind – selbst bei größtem Engagement
aller Beteiligten.

Geplant ist aktuell auch, dass die Behörden weiterhin festlegen,
wo die Zuwanderer leben sollen. So werden aber bestehende soziale
Beziehungen gekappt und die Menschen im schlimmsten Fall nicht dort
untergebracht, wo Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten wären
oder wo ihnen ihre eigenen sozialen Netzwerke bei der Arbeitssuche
helfen könnten.

Gut findet der IB die Regelung, dass geflüchtete Menschen während
einer laufenden Ausbildung nicht gezwungen werden dürfen, wieder
auszureisen. Nur so ist es für Ausbildungsbetriebe attraktiv,
geflüchteten Menschen eine berufliche Chance zu bieten.

Insgesamt darf auch der Gesetzentwurf nicht über das Grundproblem
hinwegtäuschen: Die meisten Flüchtlinge sind nach den Erfahrungen des
IB bereit, Integrationsangebote anzunehmen und dankbar für diese
Chance. Bislang ist es aber so, dass es immer noch viel zu wenig
Integrationsmöglichkeiten gibt. Deren Zahl müsste drastisch erhöht
werden. Das Gesetz darf außerdem nicht nur dafür sorgen, dass
geflüchtete Menschen nicht nur die Pflicht haben, daran teilzunehmen,
sondern auch das Recht auf passende Angebote. Wenn das geplante
Gesetz in diesem Sinne wirkt, wäre das ein großer Schritt in die
richtige Richtung.

Pressekontakt:
Internationaler Bund (IB)
Zentrale Geschäftsführung
Leiter Unternehmenskommunikation
Günter Haake
mobil 0151 12134402
guenter.haake@internationaler-bund.de

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