ZDF-Politbarometer Extra / Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt März 2016 / (FOTO)

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Gut eine Woche vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt will jeweils eine Mehrheit, dass
Winfried Kretschmann, Malu Dreyer und Reiner Haseloff weiter regieren
sollen. Während die politischen Mehrheitsverhältnisse in
Sachsen-Anhalt relativ stabil erscheinen, ist in Baden-Württemberg
und Rheinland-Pfalz noch offen, welche Partei am Schluss die Nase
vorne haben wird und welche Parteien zusammen eine Regierung bilden
können. In allen drei Ländern kann die AfD mit möglicherweise
zweistelligen Ergebnissen erstmals in die Parlamente einziehen.

Allerdings ist sich ein erheblicher Teil der Wahlberechtigten
seiner Entscheidung noch nicht sicher. Besonders ausgeprägt ist das
in Baden-Württemberg zu erkennen, wo 51 Prozent angeben, noch nicht
zu wissen, ob und wen sie wählen wollen, in Sachsen-Anhalt sind das
45 Prozent und in Rheinland-Pfalz 42 Prozent.

Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, dann ergäben sich
die folgenden Projektionswerte für die Parteien:

Baden-Württemberg

Die CDU käme zurzeit nur noch auf 30 Prozent und läge hinter den
Grünen, die 32 Prozent erzielen würden. Die SPD läge bei 13 Prozent,
die FDP bei 7 Prozent, die Linke bei 4 Prozent, die AfD bei 11
Prozent und die anderen Parteien zusammen bei 3 Prozent (Landtagswahl
2011: CDU 39,0 Prozent, Grüne 24,2 Prozent, SPD 23,1 Prozent, FDP 5,3
Prozent, Linke 2,8 Prozent, andere: 5,6 Prozent).

Rheinland-Pfalz

Die SPD käme jetzt auf 34 Prozent, die CDU auf 35 Prozent, die
Grünen auf 6 Prozent, die FDP auf 6 Prozent, die Linke auf 4 Prozent
und die AfD auf 10 Prozent, die anderen Parteien zusammen auf 5
Prozent (Landtagswahl 2011: SPD 35,7 Prozent, CDU 35,2 Prozent, Grüne
15,4 Prozent, FDP 4,2 Prozent, Linke 3,0 Prozent, andere: 6,5
Prozent).

Sachsen-Anhalt

Die CDU liegt zurzeit bei 32 Prozent, die Linke bei 20 Prozent,
die SPD bei 15 Prozent, die Grünen bei 5 Prozent, die AfD bei 17
Prozent, die FDP bei 4 Prozent und die anderen zusammen bei 7 Prozent
(Landtagswahl 2011: CDU 32,5 Prozent, Linke 23,7 Prozent, SPD 21,5
Prozent, Grüne 7,1 Prozent, NPD 4,6 Prozent, FDP 3,8 Prozent, andere:
6,8 Prozent).

Diese Projektionswerte geben das Stimmungsbild für die Parteien
zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den
Wahlausgang dar. Grundsätzlich sind bei diesen Werten auch die
statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen. Dadurch
ist es beispielsweise nicht sicher, ob eine Partei, die mit 5 Prozent
angegeben wird, auch tatsächlich die Fünf-Prozent-Hürde überspringen
kann.

Auf der Basis dieser Projektionswerte reicht es momentan in
Baden-Württemberg praktisch nur für eine Koalition aus Grünen und CDU
oder für verschiedene Dreier-Koalitionen. In Rheinland-Pfalz hätten
nur eine Koalition aus CDU und SPD oder Dreier-Koalitionen aus CDU
oder SPD mit Grünen und FDP eine Mehrheit. In Sachsen-Anhalt könnte
nur eine Regierung aus CDU und SPD mit einer ausreichenden Mehrheit
rechnen.

Gewünschter Ministerpräsident

Bei der Frage, wen man lieber als Regierungschef hätte, kommt
Winfried Kretschmann (Grüne) in Baden-Württemberg auf 66 Prozent und
sein Herausforderer Guido Wolf (CDU) nur auf 18 Prozent (Rest zu 100
Prozent hier und im Folgenden entweder „keinen von beiden“ oder „weiß
nicht“). In Rheinland-Pfalz wollen 50 Prozent die Amtsinhaberin Malu
Dreyer (SPD) und 35 Prozent Julia Klöckner (CDU). Reiner Haseloff
(CDU) wünschen sich 60 Prozent wieder als Ministerpräsident in
Sachsen-Anhalt und nur 19 Prozent Wulf Gallert (Linke).

Flüchtlingspolitik

Weiterhin ist in allen drei Ländern das Thema Flüchtlinge und Asyl
das mit weitem Abstand wichtigste Problem, auch wenn es im Vergleich
zum Januar jeweils etwas an Bedeutung verloren hat.

In allen drei Bundesländern meint jeweils eine Mehrheit der
Befragten, dass Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik ihre Sache
eher gut macht: In Baden-Württemberg meinen das 55 Prozent (eher
schlecht: 39 Prozent), in Rheinland-Pfalz 57 Prozent (eher schlecht:
38 Prozent) und in Sachsen-Anhalt 49 Prozent (eher schlecht: 44
Prozent).

Die Umfragen zu diesen drei Politbarometer-extra wurden wie immer
von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die
Interviews wurden jeweils in der Zeit vom 29. Februar bis 3. März
2016 unter zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in
Baden-Württemberg (n=1.058), Rheinland-Pfalz (n=1.011) und
Sachsen-Anhalt (n=1.027) telefonisch erhoben. Die Befragung ist
jeweils repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung.
Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut
+/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent gut
+/- zwei Prozentpunkte.

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