ZDF-Politbarometer Extra / Mecklenburg-Vorpommern August 2016 / Ministerpräsident Sellering mit sehr deutlichem Vorsprung / SPD trotz kräftiger Verluste klar stärkste Partei / AfD bei 21 Prozent (FOTO)

Abgelegt unter: Innenpolitik,Soziales,Umfrage,Wahlen |






 


Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist
die SPD die deutlich stärkste Partei, ohne sie ist keine
Regierungsbildung denkbar. Ähnlich wie im März in Sachsen-Anhalt kann
die AfD aus dem Stand sehr gute Werte erreichen, während die NPD es
nicht mehr in den Landtag schaffen dürfte.

Wenn schon am nächsten Sonntag gewählt würde, dann ergäben sich
die folgenden Projektionswerte für die Parteien: Die SPD käme zurzeit
auf 28 Prozent, die CDU auf 22 Prozent, die Linke auf 13 Prozent und
die Grünen auf 6 Prozent. Die NPD könnte nur noch mit 3 Prozent
rechnen und die AfD mit 21 Prozent. Die anderen Parteien, die alle
jeweils unter 3 Prozent blieben, kämen zusammen auf 7 Prozent.

Diese Projektionswerte geben lediglich das Stimmungsbild für die
Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für
den kommenden Wahlausgang dar. Grundsätzlich sind bei diesen Werten
auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu
berücksichtigen. Zudem können die Fähigkeiten der Parteien, in der
letzten Woche vor der Wahl einzelne Wählergruppen unterschiedlich gut
zu mobilisieren, wahlentscheidend werden. Zurzeit wissen 42 Prozent
noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Bei der letzten Landtagswahl 2011 war die SPD auf 35,6 Prozent,
CDU auf 23,0 Prozent, die Linke auf 18,4 Prozent, die Grünen auf 8,7
Prozent, die NPD auf 6,0 Prozent, die FDP auf 2,8 Prozent und die
anderen Parteien zusammen auf 5,5 Prozent gekommen.

Gewünschter Ministerpräsident:

Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsident hätte, hat der
SPD-Kandidat und Amtsinhaber, Erwin Sellering, einen sehr deutlichen
Vorsprung (64 Prozent) vor seinem Herausforderer von der CDU, Lorenz
Caffier, den nur 18 Prozent als Ministerpräsidenten wollen (weiß
nicht: 11 Prozent; weder-noch: 7 Prozent). Sellering wird dabei in
allen Parteianhänger-Gruppen außer bei den CDU-Anhängern (Caffier: 45
Prozent; Sellering: 44 Prozent) mehrheitlich als Ministerpräsident
bevorzugt.

Koalitionspräferenzen:

Die einzige Koalition, die derzeit von einer Mehrheit positiv
bewertet wird, ist eine von der SPD geführte Koalition mit der CDU.
Diese fänden 44 Prozent gut und nur 25 Prozent schlecht (Rest zu 100
Prozent hier und im Folgenden jeweils „egal“ beziehungsweise „weiß
nicht“). Eine große Koalition unter Führung der CDU wird hingegen nur
von 31 Prozent befürwortet und von 38 Prozent abgelehnt. Noch
stärkere Ablehnung erfährt eine Koalition aus SPD, Linke und Grünen,
die 30 Prozent „gut“ aber 48 Prozent „schlecht“ fänden.

Themen und Kompetenzen:

Bei den aktuell wichtigsten Problemen in Mecklenburg-Vorpommern
liegt das Thema „Arbeitslosigkeit“ mit 38 Prozent klar vorne. Danach
folgen mit deutlichem Abstand „Flüchtlinge/Asyl“ (25 Prozent),
„Schule/Bildung“ (12 Prozent), „Familie/Jugend/Kinder“ (8 Prozent)
und „Kosten/Preise“ (8 Prozent).

Bei der Schaffung von Arbeitsplätzen wird der CDU mit 29 Prozent
geringfügig mehr Kompetenz zugesprochen als der SPD mit 27 Prozent
(Linke: 4 Prozent; AfD: 2 Prozent; keine Partei: 18 Prozent; weiß
nicht: 16 Prozent). Wenn es um die allgemeine Wirtschaftskompetenz
geht, hat die SPD mit 31 Prozent einen etwas größeren Vorsprung vor
der CDU mit 26 Prozent (Linke: 2 Prozent; AfD: 1 Prozent; keine
Partei: 21 Prozent; weiß nicht: 17 Prozent). Beim Thema „Flüchtlinge
und Asyl“ trauen 19 Prozent der SPD, 21 Prozent der CDU, 9 Prozent
der Linke und 12 Prozent der AfD eher zu, die Probleme zu lösen
(keine Partei: 11 Prozent; weiß nicht: 19 Prozent). Beim Thema
„soziale Gerechtigkeit“ fällt der Kompetenzvorsprung der SPD
besonders deutlich aus: Hier liegt die SPD mit 34 Prozent vor der
Linke mit 24 Prozent, der CDU mit 13 Prozent und der AfD mit 3
Prozent (keine Partei: 9 Prozent; weiß nicht: 12 Prozent).

Die Umfragen zu diesem Politbarometer extra wurden wie immer von
der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews
wurden in der Zeit vom 23. August bis 25. August 2016 unter 1.020
zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern
telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige
wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem
Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem
Anteilswert von 10 Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte.

Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen
Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de

http://heute.de

http://twitter.com/ZDF

http://twitter.com/ZDFpresse

http://facebook.com/ZDF

Ansprechpartner: Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108,
pressedesk@zdf.de

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon:
06131 – 70-16100, und über
https://presseportal.zdf.de/presse/politbarometer

Pressekontakt:
ZDF Presse und Information
Telefon: +49-6131-70-12121

Original Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *



Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de