Zum 8. Mal: Internationaler Literaturpreis 2016 / Sechs Titel für die Shortlist nominiert

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Das Haus der Kulturen der Welt verleiht zusammen mit der Stiftung Elementarteilchen am 25. Juni 2016 zum 8. Mal den Internationalen Literaturpreis.
Neu in diesem Jahr: Die Preissumme von 35.000 Euro wird in 20.000 Euro für den Autor (25.000 Euro in den Vorjahren) und 15.000 Euro für den Übersetzer (bisher 10.000 Euro) aufgeteilt.
Deutschsprachige Verlage haben in diesem Jahr 151 Titel, übersetzt aus 31 Sprachen, eingereicht.
Die Shortlist 2016:
Johannes Anyuru | Paul Berf
Ein Sturm wehte vom Paradiese her
Schwedisch: En storm kom från paradiset
Luchterhand Literaturverlag 2015 | Norstedts, Stockholm 2012
Joanna Bator | Lisa Palmes
Dunkel, fast Nacht
Polnisch: Ciemno, prawie noc
Suhrkamp Verlag 2016 | W.A.B., Warschau 2012
Alexander Ilitschewski | Andreas Tretner
Der Perser
Russisch: ????
Suhrkamp Verlag 2016 | Astrel, Moskau 2010
Valeria Luiselli | Dagmar Ploetz
Die Geschichte meiner Zähne
Spanisch: La historia de mis dientes
Verlag Antje Kunstmann 2016 | Editorial Sexto Piso, Mexiko 2014
Shumona Sinha | Lena Müller
Erschlagt die Armen!
Französisch: Assommons les pauvres!
Edition Nautilus 2015 | Editions de l–Olivier, Paris 2011
Ivan Vladislavi? | Thomas Brückner
Double Negative
Englisch: Double Negative
A1 Verlag 2015 | Umuzi, Kapstadt 2010
Die Begründung der Jury zur Shortlist 2016:
?Die diesjährige Shortlist versammelt Erzähltexte, deren Autor_innen und Figuren allesamt ungefestigt zwischen Sprachen, Kulturen und Systemen leben, ins Deutsche gebracht von Übersetzer_innen, die ihre Sprache auf faszinierende Weise dynamisieren und manchmal neu erfinden. Alexander Ilitschewski entwirft eine Psychogeographie des ölhaltigen Grenzgebietes zwischen Aserbaidschan und dem Iran, inspiriert von den Sprach- und Denkexperimenten des futuristischen Dichters Chlebnikov. Valeria Luisellis Text verbindet listig Philosophie, Satire, Essay und dentale Biographie. Mitteleuropäische Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählt Joanna Bator in einer irisierenden Mischung aus Kriminal-, Schauer-, Historien-, Familien- und Zeitroman. Eine Dolmetscherin in einer Pariser Asylbehörde hält in Shumona Sinhas Roman eine furiose Wutrede über die zerstörerischen Konflikte zwischen Geflüchteten und verbeamteten Asylentscheidern. Johannes Anyurus Roman über seinen ugandischen Vater erzählt von der existentiellen Verlorenheit Geflüchteter. Mit den Metaphern der Fotografie entwirft Ivan Vladislavi? ein Vexierbild von Johannesburg während und nach der Apartheid.?
Der Jury 2016 gehören an: die Übersetzerin und Islamwissenschaftlerin Leila Chammaa, der Autor und ehemalige Verleger Michael Krüger, der Schriftsteller und Publizist Marko Martin, die Sinologin und Redakteurin Sabine Peschel, der Literaturkritiker und Kulturjournalist Jörg Plath, die Literaturkritikerin und Journalistin Iris Radisch sowie die Schriftstellerin und Essayistin Sabine Scholl.
Das Preisträger-Duo wird am 14. Juni 2016 bekannt gegeben. Am 25. Juni kommen zum Fest der Shortlist & Preisverleihung die nominierten Autor_innen mit ihren Übersetzer_innen im HKW zusammen. In Lesungen, Materialgesprächen und Roundtables verhandeln sie die Ausweitung der Lesezone und das facettenreiche erzählerische Spektrum der Shortlistautor_innen und ihrer Übersetzer_innen.
Die Gewinner der Vorjahre finden Sie hier.
Weitere Informationen unter www.hkw.de/literaturpreis
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Twitter twitter.com/ILP_Berlin
Blog www.ilp-onblog.de
In Kooperation mit dem Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ), der Kurt Wolff Stiftung (KWS), dem Literaturinstitut der Universität Hildesheim, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. sowie dem MA-Studiengang ?Literatur- und Medienpraxis? an der Universität Duisburg-Essen und der Buchhandlung ocelot, präsentiert von der Deutschen Welle, Radio FluxFM, der Zeitschrift BuchMarkt, der Zeitschrift Literarischer Monat, dem Autoren- und Künstlernetzwerk Faust-Kultur und dem Literaturpodcastradio Litradio.

Das Haus der Kulturen der Welt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch das Auswärtige Amt gefördert.

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