Zum Welttag für das Recht auf Spiel am 28. Mai / Spiel und Sport von Kindern fördern gesellschaftliche Entwicklung

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Spiel und Sport fördern kreative Potentiale von
Kindern, erleichtern das Lernen in der Schule und tragen dazu bei,
dass Kinder sich die Welt selbstbewusster erschließen können. Sie
stärken die Persönlichkeitsentwicklung und tragen zum Erreichen
klassischer Entwicklungsziele wie Gesundheit, Bildung oder
Gleichstellung der Geschlechter bei.

»Sport und Spiel vermitteln wichtige Fähigkeiten, die sich vom
Spielfeld auf das Leben übertragen lassen. Dies zeigt beispielsweise
ein von terre des hommes gemeinsam mit dem Konzernbetriebsrat von
Volkswagen unterstütztes Programm in Brasilien«, sagte Claudia
Berker, terre des hommes-Themenexpertin für das Recht auf Spiel.
»Dort wird in einem Armenviertel in São Paulo eine besondere Form des
Straßenfußballs gespielt, bei der nicht der Stärkste oder Schnellste
gewinnt, sondern Teamgeist, Fairness und ein konstruktives Aushandeln
von Kompromissen bei Streitfragen Punkte bringen. So erlernen Kinder
und Jugendliche ganz ohne erhobenen Zeigefinger wichtige soziale
Kompetenzen, die sie in ihre Gesellschaft einbringen. Auch in
Flüchtlingslagern in Myanmar und Jordanien setzen
Partnerorganisationen von terre des hommes Malen und Theater als Teil
der Therapie ein, um Traumata zu heilen und den Kindern ein Ventil zu
geben, ihre Erlebnisse zu verarbeiten,« so Claudia Berker.

Die Kinderrechtskommission der Vereinten Nationen hat die
Bedeutung des Spiels für das Leben aller Kinder in einem eigenen
Kommentar zum Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention gewürdigt, der
das Recht auf Spiel völkerrechtlich festhält. Sie zeigt sich besorgt
darüber, dass Mädchen und Jungen, die in Armut aufwachsen, mit
Behinderungen leben oder zu Minderheiten gehören, Spielen häufig
verwehrt bleibt. Konkrete Vorgaben für die Staaten reichen von mehr
Aufklärungsarbeit über den Wert des Spiels bis hin zu Empfehlungen
für die kindgerechte Stadtplanung und das schulische Umfeld. »Bei der
Umsetzung dieser Vorgaben hinken die Regierungen armer wie reicher
Länder jedoch hinterher«, so Claudia Berker. »Ein Mangel an
Spielmöglichkeiten ist jedoch kein Luxusproblem, sondern verhindert
eine optimale körperliche, emotionale und geistige Entwicklung. Spiel
und Sport muss daher auf allen Ebenen mehr Priorität eingeräumt
werden.«

Für Rückfragen:
terre des hommes-Pressereferat, Wolf-Christian Ramm,
Tel.: 05 41 / 71 01-158 oder 0171 / 6 72 97 48, E-Mail: c.ramm@tdh.de
weitere Informationen: http://www.tdh.de/spielen

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