Zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels / SWR begleitet die Neuerung auf der Bahnstrecke ab 27. Mai 2016 in Radio und Fernsehen (FOTO)

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Nach mehr als 17 Jahren Bauzeit wird am 1. Juni 2016 mit dem
Gotthard-Basistunnel der längste Eisenbahntunnel der Welt eröffnet.
Eine 57 Kilometer lange Röhre, gefräst durch das Felsmassiv im Herzen
der Schweiz. Dieses historische Ereignis von europaweiter Bedeutung
begleitet der Südwestrundfunk (SWR) mit der „Langen Nacht der Tunnel“
und weiteren Sendungen in Radio und Fernsehen.

Der Gotthard-Basistunnel bildet das Kernstück eines europäischen
Jahrhundertprojekts: einer schnellen Nord-Süd-Verbindung zwischen
Finnland und Sizilien. Mit mehr als 250 Stundenkilometern werden die
Züge das Bergmassiv unterqueren, die Strecke bietet eine erhebliche
Zeitersparnis im Vergleich zur bisherigen Verbindung.

Kontrovers beleuchtet wird diese Entwicklung in „Die alte
Gotthardbahn – Eine Region wird abgehängt“ in der Reihe „SWR2 Wissen“
am Freitag, 27. Mai 2016, 8:30 Uhr. Was wird aus den Anrainern der
alten Gotthard-Trasse, wenn der neue Tunnel eröffnet ist? Zwischen
Erstfeld im Kanton Uri und Bodio im Tessin herrscht Skepsis.
Andererseits weckt der neue Tunnel auch Hoffnungen: Im Bahnhof von
Airolo hat sich eine Molkerei niedergelassen, talwärts stärkt der
Eishockeyclub von Ambri-Piotta das Selbstbewusstsein einer ganzen
Region. Aber reicht das für die Zukunft?

Zehn Stunden unter der Erde mit SWR2

In der „Langen Nacht der Tunnel“ wagt sich SWR2 zehn Stunden lang
unter die Erde und erzählt Tunnelgeschichten aus der ganzen Welt:
haarsträubend, witzig, erschreckend. Durch die Radio-Nacht dieses
„SWR2 Spezial“ zwischen Samstag, 28. Mai, 20:03 und Sonntag, 29. Mai,
6 Uhr, begleitet Walter Filz.

Um 600 v. Chr. hieben griechische Mineure einen Tunnel aus dem
Fels, von beiden Seiten gleichzeitig. Ohne präzise Vermessungsgeräte
trafen sie perfekt aufeinander, was als Weltwunder der Antike galt.
Das Hörspiel „Narr mit der Hacke“ von 1930 läuft ebenso wie ein
Beitrag über den afro-amerikanischen Tunnelarbeiter John Henry, den
Pete Seeger und Johnny Cash zur Folk-Legende machten: Der Hüne soll
1870 im Big Bend Tunnel in West Virginia mit Meißeln und
Vorschlaghämmern einen Wettkampf gegen eine Bohrmaschine gewonnen
haben – und danach an Hirnblutungen gestorben sein. Heute bohrt, wer
es sich leisten kann, mit gigantischen Maschinen des badischen
Weltmarktführers Herrenknecht. Auch Tiere sind Meister im Graben:
Prairiehunde zum Beispiel sollen 65.000 texanische Quadratkilometer
bis zu fünf Meter tief untertunnelt haben – eine unterirdische
„Megalopolis“ mit 400 Millionen Bewohnern.

Der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi liebte es, überraschend
irgendwo aufzutauchen. Möglich machte das ein Tunnelsystem unter
seiner Festung Bab al-Aziziya – dem „Schloss der Angst“ –
Geheimgänge, die bis nach Tripolis hinein reichen.

SWR2 kriecht auch in Schmuggeltunnel im Gaza-Streifen und in
Belagerungsstollen der Osmanen vor Wien. Und fragt einen Psychologen
nach der Tunnelangst. Die packt alle Fahrgäste an Bord des Zuges, der
in Friedrich Dürrenmatts abgründiger Kurzgeschichte durch einen
endlosen Schweizer Tunnel rast. Inzwischen setzen die Eidgenossen
noch einen drauf: Bis 2030 wollen sie das gesamte Schweizer
Mittelland mit unbemannten U-Bahnen für den Güterverkehr
untertunneln, nach dem Motto: Menschen oberirdisch – Güter
unterirdisch. In der tunnelverliebten Schweiz endet die zehnstündige
Fahrt durchs Dunkel auch, mit einem im Radio servierten Tessiner
Frühstück, auf der sonnenwarmen Südseite des „San Gottardo“.

Eisenbahn-Romantik und ein Global Player Im SWR Fernsehen nimmt
sich die beliebte Reihe „Eisenbahn-Romantik“ in zwei Folgen des
Mythos– Gotthard an: Am 1. Juni ab 14:15 Uhr gibt es einen Rückblick
auf die 125-Jahr-Feier der Eröffnung der Gotthard Bahn im Jahr 1882.
Mit Dampflokomotiven, „Krokodilen“ und im „Pangottardo“ war das
SWR-Team unterwegs und filmte als eines der ersten im
Verbindungsstollen des Fort Airolo mit dem Gotthard-Eisenbahntunnel.
Um 14:45 Uhr heißt es „Mit dem Krokodil über den Gotthard“. Neben der
Fahrt mit der gleichnamigen historischen Lokomotive wurde aus der
Zahnradbahn auf den Monte Generoso, der Centovallibahn von Locarno
nach Domodossola und auf der Misoxerbahn zwischen Castione-Arbedo und
Cama gefilmt.

Um den „Tunnelbohrer: Herrenknecht – Weltmarktführer aus Baden“
geht es in „made in Südwest“ am 1. Juni ab 18:15 Uhr. Die Firma aus
Allmannsweier bei Lahr stellt Tunnelvortriebsmaschinen her, jene
gigantischen Präzisionsbohrer, mit denen der Tunnelbau am Gotthard
erst möglich wurde. Der Film erzählt die Geschichte der Firma
Herrenknecht vom Zweimannbetrieb zum Global Player. Ihre Maschinen
sind in der ganzen Welt im Einsatz: Im Hochgebirge, im
Gotthard-Massiv, auch beim Bahnprojekt Stuttgart 21. Inzwischen bauen
und betreiben etwa 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit
die Riesen-Bohrer. Geprägt ist das Unternehmen von seinem
charismatischen Gründer Martin Herrenknecht, der trotz mancher
Offerten das badische Dorf mit seiner Weltmarktfirma nicht verlassen
will.

Pro & Contra zur Verkehrsentwicklung auf der Autobahn Eine Ausgabe
der Diskussionssendung „Pro & Contra“ zum Thema „Tempolimit 120 auf
allen Autobahnen?“ folgt am 1. Juni, ab 22 Uhr im SWR Fernsehen.

Die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels in den Programmen des SWR
SWR2 Wissen: „Die alte Gotthardbahn – Eine Region wird abgehängt“,
27. Mai, 8:30 Uhr SWR2 Spezial: „Die Lange Nacht der Tunnel“, 28./29.
Mai 2016, 20:03 bis 6 Uhr Eisenbahn-Romantik – Mythos Gotthard (Wh.),
1. Juni, 14:15 Uhr im SWR Fernsehen Eisenbahn-Romantik – Mit dem
Krokodil über den Gotthard (Wh.), 1. Juni, 14:45 Uhr im SWR Fernsehen
made in Südwest: „Der Tunnelbohrer: Herrenknecht – Weltmarktführer
aus Baden“, 1. Juni, 18:15 Uhr im SWR Fernsehen Pro & Contra:
„Tempolimit 120 auf allen Autobahnen?“, 1. Juni, 22 Uhr im SWR
Fernsehen

Fotos über ARD-Foto.de

Die Filme der „Eisenbahn-Romantik“ vorab für akkreditierte
Journalisten auf presseportal.SWR.de Online-Special auf
swr.de/kommunikation SWR2 bietet ebenfalls Infos im Netz:
http://x.swr.de/s/lnt

Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel. 06131 929 32755,
sibylle.schreckenberger@SWR.de

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