Es reicht – Verbände gegen Ausgrenzung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge / 22.500 UMF wurden 2017 in Obhut genommen

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In einem gemeinsamen Appell fordern 54
Fachverbände der Kinder- und Jugendhilfe,
Menschenrechtsorganisationen und Flüchtlingsräte, den Schutzbedarf
von Flüchtlingskindern in den Mittelpunkt zu stellen.

Laut der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen
sind von den 61.000 Kindern, die im Jahr 2017 in Obhut genommen
wurden, 22.500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

»Minderjährige Flüchtlinge sind in erster Linie Kinder. Deshalb
müssen sie in der Kinder- und Jugendhilfe ihren Platz haben«, sagte
Ursula Gille-Boussahia, Vorstand des Kinderhilfswerks terre des
hommes. Die Kinder- und Jugendhilfe erbringe zusammen mit den
Jugendlichen eine große Integrationsleistung. »Es gibt keinen Grund
die Erfolge der Kinder- und Jugendhilfe zu ignorieren. Deshalb
appellieren wir an die Bundesregierung, unbegleitete Minderjährige
nicht schlechter zu stellen, etwa durch Änderungen bei den Leistungen
oder eine Erstunterbringung in Ankerzentren«, so Gille-Boussahia.

Die Verbände warnen vor der Aufweichung rechtsstaatlicher
Prinzipien und einer Stigmatisierung der jungen Menschen: »Die
schrecklichen Taten einzelner rechtfertigen keine Diffamierung oder
Schlechterstellung einer ganzen Gruppe«, so Gille-Boussahia.

Der Appell im Wortlaut: www.tdh.de/appell-umf

Für Rückfragen und Interviewwünsche:
Thomas Berthold, terre des hommes,
Mail: t.berthold@tdh.de, Tel.: 030 / 24 64 95 88

Original-Content von: terre des hommes Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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