Fachkräfte in Altenpflege und Krankenpflege gleich gut bezahlen / CDU-Gesundheitspolitiker Dr. Roy Kühne kündigt nach Praxistag in bpa-Mitgliedseinrichtung aktive Unterstützung der Pflege an

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Die Regierungsparteien im Bundestag wollen die
Pflege auch mit weiteren Maßnahmen bei der Gewinnung zusätzlicher
Fachkräfte unterstützen. Das hat der CDU-Gesundheitspolitiker Dr. Roy
Kühne im Rahmen seines heutigen Praxistages im Seniorenzentrum
MENetatis in Dassel angekündigt. “Der Bundestag und der
Bundesgesundheitsminister haben weitreichende Maßnahmen für mehr
Fachkräfte in der Pflege auf den Weg gebracht. Wenn notwendig, werden
wir hier auch nachsteuern und die Einrichtungen weiter unterstützen”,
sagte der Bundestagsabgeordnete im Gespräch mit der Heimleitung.
Zuvor hatte Dr. Kühne das Team der Einrichtung im Frühdienst
begleitet.

Heimleiter Björn Bettermann wies deutlich auf die Probleme der
Branche hin, die pflegerische Versorgung mittel- und langfristig
sicherzustellen. “Als modernes Haus und sehr aktiver Arbeitgeber
können wir unseren Bedarf an Fachkräften gut decken. In Zukunft
steigt die Zahl der Pflegebedürftigen und mit ihr die Menge der
benötigten Fachkräfte aber weiter an. Dann wird es schwer, genügend
Personal zu gewinnen.” Insbesondere die zum Jahreswechsel startende
neue generalistische Pflegeausbildung werde die Konkurrenz zwischen
Altenpflege und Krankenpflege weiter verschärfen. “Wenn in der
niedersächsischen Krankenpflege dann weiterhin im Schnitt 200 Euro
mehr gezahlt werden, als wir von den Kostenträgern für die Gehälter
unserer Fachkräfte bekommen, wird die Altenpflege auf der Strecke
bleiben.” Leidtragende wären dann Pflegebedürftige und deren
Angehörige, die nicht mehr die gewünschte Versorgung fänden.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Kühne sagte zu, sich für eine
Angleichung der Vergütungen einzusetzen. “Wir haben die
generalistische Pflegeausbildung eingeführt, um mehr Auszubildende
und mehr Fachkräfte zu bekommen. Altenpflegeeinrichtungen und
ambulante Dienste werden aber nur dann ausbilden, wenn sie sich
sicher sein können, dass ihre Azubis später auch in der Altenpflege
bleiben. Wenn es künftig nur noch eine einheitliche Ausbildung gibt,
dann muss auch allen Unternehmern die Möglichkeit gegeben werden,
gute Gehälter zu zahlen, egal ob sie in der Alten- oder der
Krankenpflege arbeiten.”

Heimleiter Bettermann bat den Politiker darum, die Menschen in
Niedersachsen deutlicher als bisher darauf hinzuweisen, dass die
Pflege für jeden Einzelnen künftig teurer werde. “Höhere Gehälter für
die Pflegenden sind wichtig, da stimmt uns jeder zu. Wenn deshalb die
Eigenanteile der Pflegebedürftigen allerdings steigen, spüren wir in
den Einrichtungen hautnah den Protest. Hier wünsche ich mir deutliche
Rückendeckung von der Politik.”

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
1.400 in Niedersachsen) die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die
Investitionen in die pflegerische Infrastruktur liegen bei etwa 26,6
Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Henning Steinhoff, Leiter der
bpa-Landesgeschäftsstelle, Tel.: 0511/12 35 13 40 oder 0162/132 16
78, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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