Flucht und Vertreibung: Die Würde des Menschen ist unantastbar / „Aktion Deutschland Hilft“ zum globalen Flüchtlingspakt: Mehr Schutz für Binnenvertriebene und Fliehende nach Naturkatastrophen

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Als Bündnis für Not- und Katastrophenhilfe fordert
„Aktion Deutschland Hilft“ anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20.
Juni den Schutz und die Unterstützung von Binnenvertriebenen stärker
zu fokussieren. Hierzu zählen auch Menschen, die nach verheerenden
Naturkatastrophen in ihren Heimatländern zu Vertriebenen werden.

So viele Menschen wie noch nie sind auf der Flucht: 65,5 Millionen
Menschen waren es allein bis Ende 2016.* Ein großer Teil dieser
Menschen flieht dabei nicht ins Ausland: Fast 34 Millionen, Männer,
Frauen und Kinder suchten nach verheerenden Naturkatastrophen
aufgrund des Klimawandels oder wegen bewaffneter Konflikte und
Menschenrechtsverletzungen Schutz innerhalb der Grenzen ihrer
Heimatländer. Während Flüchtlinge mit der Überquerung einer Grenze
durch internationale Abkommen geschützt sind, sind bei
Binnenflüchtlingen die Heimatstaaten dafür zuständig, ihnen Schutz zu
gewährleisten. Nach großen Naturkatastrophen sind Staaten aber oft
nicht in der Lage, den Binnenvertriebenen diesen Schutz zu geben und
in Bürgerkriegsländern wie Syrien, Somalia oder Südsudan sind
Regierungen sogar selbst für die Vertreibungen und somit die Not der
eigenen Bevölkerung verantwortlich.

„Es ist die Aufgabe der Weltgemeinschaft, sich auch dort zu
engagieren, wo Regierungen den Schutz oder die Menschenrechte ihrer
Bürger nicht gewährleisten können oder sogar verletzen,“ so Manuela
Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“,
„Die Würde des Menschen ist unantastbar und somit keine
Auslegungssache, die auf politischen Definitionen oder der Festlegung
eines Status basieren darf. Ein sicherer Ort zum Leben, Zugang zu
Bildung sowie die Möglichkeit, sich und seine Familie selbst zu
versorgen, sind Menschenrechte, die jedem zustehen, der durch Flucht
in eine Notsituation geraten ist.“

Menschen, die durch Naturkatastrophen alles verlieren und zur
Flucht im eigenen Land gezwungen sind, werden in der Genfer
Flüchtlingskonvention von 1951 nicht erwähnt. Sie haben keinen
offiziellen Flüchtlingsstatus und somit fehlen bis heute konkrete
völkerrechtliche Mittel, um auch diese Menschen zu schützen und zu
unterstützen. „Die Genfer Flüchtlingskonvention ist wichtig – aber
veraltet. Es gilt, die Lücken zu schließen, die sich aus heutiger
Sicht in der Vereinbarung von vor fast 70 Jahre ergeben haben.
Während der Verhandlungen zum globalen Flüchtlingspakt der Vereinten
Nationen dürfen die Mitglieder der Generalversammlung deshalb nicht
verpassen, verbindliche Selbstverpflichtungen aufzusetzen. Diese
müssen zu der heutigen Realität von Flucht und Vertreibung passen“,
so Roßbach.

Der globale Flüchtlingspakt der Vereinten Nationen

Auf einem Gipfel im September 2016 verabschiedeten die
UN-Mitgliedstaaten, einschließlich der EU-Mitglieder, die New Yorker
Erklärung für Flüchtlinge und Migranten. Sie bekundeten ihre
Solidarität mit Millionen von Menschen, die zur Flucht aus ihren
Heimatländern gezwungen sind. Die Staaten verpflichteten sich im
Laufe der Jahre 2017 und 2018 einen globalen Pakt für Flüchtlinge
sowie einen globalen Pakt für sichere Migration auszuarbeiten. Der
globale Flüchtlingspakt und der Pakt für Migration sollen Ende 2018
durch die Generalsversammlung der UN verabschiedet werden.

*UN-Zahlen vom 19.06.2017

Eine Bildergalerie finden Sie hier:
https://adh.ngo/BilderWeltflüchtlingstag2018

Das Bildmaterial können Sie unter Angabe des Copyrights verwenden.

Weitere Informationen und Infografiken erhalten Sie hier:
http://adh.ngo/FlüchtlingeWeltweit

Unter dem Hashtag #grenzenlosMensch macht das Bündnis in sozialen
Netzwerken auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam.

„Aktion Deutschland Hilft“ ruft zu Spenden für geflüchtete
Menschen weltweit auf:

Stichwort „Hilfe für Flüchtlinge“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz,
Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden
(10 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, 9,83 EUR davon gehen direkt an
Aktion Deutschland Hilft)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.

„Aktion Deutschland Hilft“ ist das 2001 gegründete Bündnis von
deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre
Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die
beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der
humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit
weiter zu optimieren. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der
Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut
für soziale Fragen (DZI) geprüfte und vom Deutschen Spendenrat
zertifizierte Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im
Katastrophenfall auf www.aktion-deutschland-hilft.de

Pressekontakt:
Aktion Deutschland Hilft e.V.
Tel.: 0228/ 242 92 – 222
E-Mail: presse@aktion-deutschland-hilft.de

Original-Content von: Aktion Deutschland Hilft e.V., übermittelt durch news aktuell

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