Historisches Ergebnis:Über 1,5 Millionen Menschen für das Ende der Käfighaltung

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Riesenerfolg für die Europäische Bürgerinitiative
»End the Cage Age«: Am gestrigen Mittwoch, 11. September 2019, endete
die Unterschriftensammlung zur Abschaffung der Käfighaltung. Europas
bisher größte Bürgerbewegung für sogenannte Nutztiere fand dafür
letztlich über 1,5 Millionen Unterstützerinnen und Unterstützer. Das
sind rund 500.000 mehr als benötigt werden, damit sich die
EU-Kommission mit den Forderungen der Bürgerinitiative beschäftigen
muss. Die Stimmen dafür wurden in den vergangenen zwölf Monaten von
über 170 europäischen Tier- und Umweltschutzorganisationen gesammelt.

Der erfolgreiche Abschluss der Petition ist das Ergebnis der
Zusammenarbeit eines breiten Bündnisses: Zu dem von der
internationalen Organisation Compassion in World Farming (CIWF) ins
Leben gerufenen Netzwerk gehören in Deutschland unter anderem die
Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Animal Equality, das
Deutsche Tierschutzbüro, PROVIEH und VIER PFOTEN – Stiftung für
Tierschutz. Die Anzahl der gesammelten Unterschriften muss noch im
Rahmen eines offiziellen Prozesses auf ihre Gültigkeit geprüft
werden.

Über ein Drittel aller Unterschriften stammt aus Deutschland

Nach ersten Schätzungen kommen rund 500.000 der Unterschriften von
Menschen aus Deutschland – das ist mehr als ein Drittel aller
Unterstützerinnen und Unterstützer. Die Zahlen sind noch nicht final,
da derzeit noch postalisch eingereichte Unterschriften ausgezählt
werden.

»Als Teil des –End the Cage Age—Bündnisses haben wir
Unglaubliches erreicht: Nie zuvor haben sich so viele Menschen für
das Wohlergehen der landwirtschaftlich genutzten Tiere stark
gemacht«, freut sich Konstantinos Tsilimekis, Geschäftsleiter der
Albert Schweitzer Stiftung. »Über 1,5 Millionen Europäerinnen und
Europäer teilen unsere Ansicht, dass Käfighaltung eine Grausamkeit
ist, die abgeschafft gehört. Das kann die EU-Kommission nicht
ignorieren. Zumal wissenschaftlich belegt ist, dass zum Beispiel
Kastenstände nicht mit dem Tierschutzgedanken vereinbar sind. In
vielen europäischen Ländern sind diese oder andere Käfigformen wie
Kälberboxen oder Mastkäfige für kleine Tiere jedoch Standard.«

Kathleen Frech, Kampagnen-Koordinatorin (CIWF) für »End the Cage
Age« in Deutschland, ergänzt: »Dieses überwältigende Ergebnis zeigt,
dass die Menschen Europas für einen Wandel in der
landwirtschaftlichen Tierhaltung eintreten. Haltungssysteme, in denen
Tiere Tag für Tag leiden und systematisch krank gemacht werden,
müssen der Vergangenheit angehören. Ein Leben im Käfig ist kein
Leben. Hinter –End the Cage Age– vereinen sich so unfassbar viele
Menschen. Gemeinsam werden wir diese Europäische Bürgerinitiative
weiter zum Erfolg führen!«

Engagierte Lobbyarbeit führt zum Erfolg

Um das Ziel von einer Million Unterschriften zu erreichen, hatte
das »End the Cage Age«-Bündnis seit September vergangenen Jahres in
der gesamten EU Veranstaltungen durchgeführt, mit einflussreichen
Abgeordneten und Prominenten zusammengearbeitet, neue Missstände in
der Kälber-, Kaninchen- und Sauenhaltung aufgedeckt und eine neue
digitale Kampagnenplattform namens »Cage Fighter« vorgestellt. Mit
dieser konnten engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer selbst
Unterschriften sammeln. Mehr als 4.400 Menschen sind diesem Ruf
gefolgt und haben ihre eigenen Mikro-Kampagnen gegen Käfighaltung
gestartet.

Käfighaltung in der EU

In der EU werden über 300 Millionen Schweine, Hühner, Kaninchen,
Enten, Gänse, Wachteln und Kälber in Käfigen gehalten. Die Tiere
können ihre elementarsten Grundbedürfnisse nicht ausleben. Zu den
Systemen der Käfighaltung gehören unter anderem der Kastenstand (ein
körpergroßer Käfig bei Muttersauen), die sogenannten »ausgestalteten
Käfige« für Legehennen, die Einzelhaltung in käfigartigen Boxen von
Kälbern sowie Käfigsysteme für die Mast von Wachteln, Kaninchen und
Wassergeflügel.

Weitere Informationen zu »End the Cage Age« finden Sie unter:
https://schweitzer.endthecageage.eu/

Sowie hier: http://ots.de/TGQ825

Über die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich gegen
Massentierhaltung und für die vegane Lebensweise ein. Dafür wirkt sie
auf wichtige Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik ein, um
Tierschutzstandards zu erhöhen, den Verbrauch von Tierprodukten zu
reduzieren und das pflanzliche Lebensmittelangebot zu verbessern.
Interessierten bietet sie fundierte Informationen und zeigt
Alternativen auf. Mehr erfahren Sie auf
https://albert-schweitzer-stiftung.de.

Pressekontakt:
Diana von Webel
Leiterin Kommunikation
Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Tel: +49 (0)30 400 54 68 – 15
Mobil: +49 (0)171 415 40 28
E-Mail: presse@albert-schweitzer-stiftung.de

Original-Content von: Albert Schweitzer Stiftung f. u. Mitwelt, übermittelt durch news aktuell

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