Kleines Paradies im Lager: Shelter Now fördert Zentrum für jesidische Waisen / Traumatisierte Kinder im Nord-Irak erfahren Gemeinschaft, Achtung und Ermutigung

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Es ist ein kleines buntes Paradies mitten im
staubigen Flüchtlingslager bei Baadre im Nord-Irak: Im Kinderzentrum
spielen und lernen rund 90 Mädchen und Jungen. Sie alle sind Jesiden
und haben durch den Terror der IS-Milizen ihre Eltern verloren. Das
internationale christliche Hilfswerk Shelter Now unterstützt den
Betrieb des von Mitarbeiterinnen einer Kirchengemeinde getragenen
Zentrums ab sofort mit monatlich 2.500 Euro und übernimmt damit die
Hälfte der Kosten.

Rund 8.000 Flüchtlinge, die sich 2014 vor dem Terror gegen die
Jesiden in der Region Sindschar gerettet hatten, leben in dem Camp
bei der Kleinstadt Baadre. “Man mag sich nicht vorstellen, was diese
Menschen erlebt haben”, sagt der deutsche Shelter Now-Direktor Udo
Stolte. Die in dem “Child Center” betreuten Kinder zwischen fünf und
15 Jahren seien schwer traumatisiert. Ihre Eltern starben bei den
Kämpfen oder wurden durch den IS hingerichtet.

Seit 18 Monaten betreibt das Zentrum im Flüchtlingslager Baadre.
Helen, die Leiterin, sieht bei den Jungen und Mädchen bereits
erhebliche Veränderungen: “Sie haben ein Strahlen in ihren Augen, das
sie durch die fürchterlichen Erfahrungen mit den IS-Schergen verloren
hatten.” Werte wie gegenseitige Achtung, Hilfe in Schwierigkeiten,
Trost und Ermutigung, wollen Helen und ihre Mitarbeiterinnen
vermitteln.

Acht jesidische Lehrerinnen, die selbst im Flüchtlings-Camp leben,
arbeiten mit den Kindern in Anlehnung an die Grundsätze der
Montessori-Pädagogik. Das Zentrum verfügt über gutes pädagogisches
Material, mit dem sich die Kleinen einzeln, paarweise oder in Gruppen
beschäftigen. Bereits vor dem Einstieg in die regelmäßige Förderung
des “Child Centers” hatte Shelter Now den Lehrerinnen eine
Fortbildung in Traumabewältigung ermöglicht und Geräte für den
Spielplatz gekauft.

Shelter Now-Direktor Stolte kündigte an, dass in Baadre demnächst
auch das geplante Zentrum zur Traumabewältigung für ehemalige
IS-Sklavinnen starten kann. Die offizielle Genehmigung liege jetzt
vor. “Damit bauen wir die bisher nur ambulant betriebene Traumaarbeit
wesentlich aus”, erläuterte Stolte. In einer geschützten Umgebung
könnten die Mädchen und Frauen Gemeinschaft erfahren, handwerkliche
Fertigkeiten erlernen und an Musik- und Sportkursen teilnehmen.
Shelter Now rechnet damit, dass in den nächsten zwei Jahren etwa 400
Frauen an den Angeboten teilnehmen.

Spendenkonto: Norddeutsche Landesbank, IBAN DE65 2505 0000 0002
5230 58

Shelter Now ist ein internationales Hilfswerk mit
Koordinierungsbüro in Deutschland. Von 1983 bis 2016 war es in
Pakistan tätig. 1988 begann die Arbeit in Afghanistan, 2014 in der
Autonomen Region Kurdistan (Nord-Irak). Der Name der Organisation in
Deutschland lautet “Shelter Now Germany e.V.”. Shelter Now finanziert
seine Hilfsaktionen zu einem großen Teil aus privaten Spenden. Die
effiziente und projektbezogene Verwendung der Mittel wird Shelter Now
durch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) mit dem
Spendensiegel bescheinigt.

Pressekontakt:
Shelter Now Germany e.V., Telefon: 0531/88 53 95-7, info@shelter.de,
www.shelter.de

Original-Content von: Shelter Now Germany e.V., übermittelt durch news aktuell

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