Mitteldeutsche Zeitung: zum russisch-ukrainischen Gefangenentausch

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Selenskyj hat Kremlchef Wladimir Putin, der ihn
anfangs komplett ignorierte, vom Sinn eines umfassenden
Gefangenenaustauschs überzeugt. Mutig ist das deshalb, weil es im In-
und Ausland keineswegs nur Lob für die spektakuläre Aktion gibt.
Selenskyj habe sich von Putin erpressen lassen, lautet der zentrale
Kritikpunkt. Richtig ist, dass die ukrainischen Häftlinge, die nun in
die Freiheit zurückkehren konnten, allesamt Opfer einer Willkürjustiz
waren. Faktisch waren sie Geiseln. Auf der anderen Seite ließen die
ukrainischen Behörden mit Wladimir Zemach einen Mann ziehen, der als
Hauptbelastungszeuge und möglicher Mittäter im Fall MH17 gilt. Fast
300 Menschen starben, als im Juli 2014 eine Buk-Rakete über der
Ostukraine einen malaysische Passagierjet in Stücke riss. Darf man so
einen Mann ohne Gerichtsverfahren auf freien Fuß setzen? Ja, man
darf.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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