neues deutschland: Linke-Chefin Kipping: Aufstieg der AfD in Ostdeutschland ist Ergebnis des ungehemmten Marktradikalismus

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Die LINKE-Vorsitzende Katja Kipping hat sich gegen
den Vorwurf an ihre Partei gewandt, dem Aufstieg der
rechtspopulistischen AfD Vorschub geleistet zu haben. Wer sich – wie
etwa der Ostbeauftragte der Bundesregierung – so äußert, verschweige
die „eigene Verantwortung für die zentralen Ursachen: die
Demütigungserfahrungen in der Nachwendezeit und die Folgen eines
ungehemmten Marktradikalismus“, schreibt Kipping in einem Gastbeitrag
für die Tageszeitung „neues deutschland“ (Online-Ausgabe). Derartige
Analysen seien falsch und gingen „zielsicher am Ernst der Lage
vorbei“, so Kipping. Was sich in Ostdeutschland „30 Jahre lang
besonders intensiv austobte“, spiele den Rechten in die Hände. Dies
sei ein Problem der Bundespolitik, denn wenn nicht bald umgesteuert
werde, „drohen ostdeutsche Verhältnisse im ganzen Land“. Gebraucht
wird laut Kipping eine sozial-ökonomische Wende. Dazu gehörten der
garantierte Schutz aller vor Armut, die Besserstellung der Mitte,
Investitionen in die öffentliche Infrastruktur sowie „die Abkehr vom
Primat des Konkurrenzdenkens und vom reinen Profitstreben“.

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