NOZ: Pflegebevollmächtigter begrüßt Ausweitung der Pflegepersonal-Untergrenzen

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Pflegebevollmächtigter begrüßt Ausweitung der
Pflegepersonal-Untergrenzen

Westerfellhaus: Gefährliche Pflege muss erkennbar sein und
sanktioniert werden – Kritik an Instrument “zynisch”

Osnabrück. Der Bundespflegebevollmächtigte Andreas Westerfellhaus
hat die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verfügte Ausweitung
der Pflegepersonaluntergrenzen auf weitere Krankenhausbereiche
begrüßt. “Gefährliche Pflege muss erkennbar sein und sanktioniert
werden”, sagte Westerfellhaus der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. “Dafür
sind die Pflegepersonaluntergrenzen da.” Kritik an dem Instrument
wies er scharf zurück. “Ich finde es zynisch, wenn nun manche
argumentieren, dass Pflegepersonaluntergrenzen zu Bettensperrungen
und dies wiederum zur Patientengefährdung führt”, sagte
Westerfellhaus.

“Wer dauerhaft zu wenige Pflegekräfte in seinem Haus einsetzt,
gefährdet Patienten und auch Pflegekräfte. Denn unter dem dann
herrschenden Druck sind viele Pflegekräfte gezwungen, wichtige
Pflegeleistungen zu unterlassen, was lebensgefährlich für Patienten
sein kann”, warnte der Pflegebevollmächtigte.
Pflegepersonaluntergrenzen dienten der Patientensicherheit und seien
Leitplanken für die Arbeitsbedingungen der Pflegefachkräfte.

Mittelfristig werde allerdings “eine valide Pflegebedarfsbemessung
im Krankenhaus” benötigt, damit der “wahre” Pflegepersonalbedarf in
einem Krankenhaus bestimmbar werde, sagte Westerfellhaus weiter. Nur
so werde es gelingen, Patientensicherheit und pflegerische
Versorgungsqualität optimal sicherstellen zu können.

Bislang gibt es verpflichtende Untergrenzen für Intensivstationen
sowie Abteilungen für Kardiologie, Geriatrie und Unfallchirurgie. Ab
1. Januar 2020 sollen für zusätzliche Stationen Untergrenzen greifen,
wie ein neuer Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums
vorsieht. Dies betrifft Herzchirurgie, Neurologie, neurologische
Frührehabilitation sowie Spezialstationen mit Schlaganfalleinheiten.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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