NOZ: Verfassungsschutz Niedersachsen setzt auf Aussteigerprogramme für Islamisten

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Präsident Witthaut: Steigender Bedarf durch
IS-Rückkehrer – Zehn Personen in Programmen

Osnabrück. Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard
Witthaut will Ausstiegsprogramme für Extremisten stärken. Im Gespräch
mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” sagte er, derzeit befänden sich
zehn Islamisten in entsprechenden Programmen. Bei sieben Personen
gehe er davon aus, dass sie sich erfolgreich und dauerhaft von der
islamistischen Szene losgesagt hätten. “Es dauert manchmal Jahre,
Menschen da rauszuholen”, so Witthaut.

Er rechnet damit, dass der Bedarf auch vor dem Hintergrund
möglicher Rückkehrer aus dem IS-Gebiet steigen werde. Laut Witthaut
hat es in den vergangenen Jahren 85 Ausreisen aus Niedersachsen ins
IS-Gebiet gegeben, 39 Personen seien bislang zurückgekehrt. Der
Verbleib der übrigen sei nur teilweise geklärt. “Möglicherweise sind
sie tot, auf der Flucht oder in Gefängnissen”, sagte Witthaut.
Bekannt ist, dass noch Frauen aus Niedersachsen in Lagern im Nahen
Osten festgehalten werden. Sie hatten sich dem IS angeschlossen und
waren teilweise mit ihren Kindern ins Kriegsgebiet gereist.

In Niedersachsen selbst gibt es im Bereich Islamismus mehr als 70
Gefährder, denen die Sicherheitsbehörden Terroranschläge zutrauen.
Hinzu kommen knapp 70 sogenannte relevante Personen. “Deutschland und
damit auch Niedersachsen sind weiterhin im Fokus islamistischer
Terroristen”, warnte Witthaut.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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