Proteste in Haiti: Arbeit von Hilfsorganisationen massiv beeinträchtigt

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Die andauernden gewalttätigen Proteste
gegen die Regierung in Haiti behindern die Arbeit von
Hilfsorganisationen massiv. Das vermelden die SOS-Kinderdörfer. „Wir
haben bereits eine Reihe von Hilfsprogrammen vorübergehend schließen
müssen“, sagt Darius Celigny, Leiter der Organisation in Haiti. Haiti
ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre, bereits anfangs des
Jahres sind 2,6 Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen
gewesen.

Aufgrund der akuten Sicherheitsgefährdung könnten SOS-Mitarbeiter
derzeit nicht zuverlässig zur Arbeit kommen, Straßen seien durch
Blockaden und Demonstrationen unpassierbar und auch der
Treibstoffmangel mache es schwierig, die Unterstützung für Kinder und
Familien in Not fortzusetzen. „Um Schüler und Lehrer nicht zu
gefährden, haben wir unsere Schulen an allen drei Standorten bis auf
weiteres geschlossen, gleiches gilt für das SOS-Ausbildungszentrum.
Auch unsere Sozialzentren haben sämtliche Workshops und Beratungen
eingestellt und wir können Familien aus Sicherheitsgründen nicht vor
Ort aufsuchen“, sagt Celigny.

Der Betrieb in den drei Kinderdörfern, in denen insgesamt 400
Jungen und Mädchen leben, gehe unterdessen ungemindert weiter. „Wir
haben verschiedene Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, sowie ausreichend
Lebensmittel, Treibstoff und Propangas eingelagert, damit die
Versorgung der Kinder und SOS-Mütter in den nächsten Wochen
gewährleistet ist“, sagt Celigny.

„Die aktuellen Proteste sind die längsten und massivsten seit dem
Amtsantritt von Präsident Jovenel Moïse im Februar 2017″, so Celigny
weiter. Sie richten sich gegen Korruption, wirtschaftlichen
Niedergang und Preiserhöhungen für Lebensmittel und Treibstoff. Die
Demonstranten fordern den Rücktritt Moïses. „Wenn es nicht bald eine
Lösung gibt, wird sich vor allem die Lage der Ärmsten noch weiter
verschärfen – bei gleichzeitig unzureichender humanitärer
Unterstützung“, sagt Celigny.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Stellvertretender Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-287
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit, übermittelt durch news aktuell

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