Rheinische Post: Kommentar: Bioabfälle bepreisen

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Warum soll Supermärkten gesetzlich vorgegeben
werden, was auch freiwillig schon gut klappt? Wenn die verschiedenen
Schätzungen zusammen passen (niemand zählt jede Möhre und jedes
Brötchen, die in den Containern landen), dann wird jetzt schon jedes
dritte Lebensmittel vor dem Müll bewahrt und an die Tafeln abgegeben.
Mehr können die freiwilligen Helfer ohne zusätzliche Unterstützung
gar nicht verkraften. Das Problem ist grundsätzlicher: Die Politik
muss das Prinzip, das sie beim CO2 im Klimaschutz ansteuert, auch auf
die Lebensmittelverschwendung übertragen: Schädliches muss teurer
werden. Es darf sich nicht rechnen, Millionen Tonnen an Fleisch,
Obst, Gemüse und Salat von vornherein als Überschüsse zu produzieren
und damit eben auch das Klima völlig unnötig zu belasten. Natürlich
dürfen wir es nicht übertreiben und mit dem Beispiel der
sozialistischen Planwirtschaft auf leere Regale setzen. Doch die
ökologischen Folgen der Überproduktion sollten sich in der Ökonomie
wiederfinden: Bioabfälle haben als vermeidbare Kosten teurer zu
werden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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