RTL/n-tv-Trendbarometer / Forsa-Aktuell: AfD verliert nach Anschlag in Halle 2 Prozentpunkte – 90 Prozent der Bundesbürger ohne AfD-Präferenz sehen AfD als geistigen Wegbereiter rechtsextremer Gewalt

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Rückgang der AfD nach Anschlag in Halle

Nach der öffentlichen Diskussion über den Anschlag eines
Rechtsextremisten in Halle und darüber, ob die AfD durch ihr
Auftreten und ihre Wortwahl den geistigen Nährboden für die Gewalttat
bereitet hat, verliert die AfD Sympathien. Im RTL/n-tv-Trendbarometer
sank der AfD-Wert am Donnerstag und Freitag um zwei Prozentpunkte
gegenüber den ersten drei Tagen der Woche. Montag bis Mittwoch hatten
13 Prozent die Absicht erklärt, AfD zu wählen; Donnerstag und Freitag
waren es noch 11 Prozent. Im Wochendurchschnitt kam die AfD auf 12
Prozent.

Die CDU/CSU verlor gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt,
Grüne und Linke konnten um einen Prozentpunkt zulegen. Wenn jetzt
Bundestagswahl wäre, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis
rechnen: CDU/CSU 27 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 14 Prozent
(20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 23 Prozent (8,9%), Linke 8
Prozent (9,2%), AfD 12 Prozent (12,6%). 8 Prozent würden sich für
eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 22 Prozent aller
Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen
(Nichtwähler 2017: 23,8%).

Die meisten Deutschen haben Angst vorm Anwachsen des
Rechtsextremismus

90 Prozent der Deutschen ohne AfD-Präferenz sind nach dem Anschlag
in Halle überzeugt, „dass die AfD durch ihr Auftreten und ihre
Wortwahl rechtsextremen Gewalttaten einen geistigen Nährboden
bereitet“. Von den Anhängern der AfD glaubt im aktuellen
RTL/n-tv-Trendbarometer allerdings niemand (0%) an eine Verantwortung
der AfD.

76 Prozent der Bundesbürger ohne AfD-Präferenz haben Angst davor,
dass Ausländerhass und rechtsradikales Gedankengut in Deutschland
zunehmen werden. Diese Befürchtung äußern nur 13 Prozent der
AfD-Anhänger. Drei Viertel der Bundesbürger (76%) sind überdies
überzeugt, dass die rechte Gewalt unterschätzt wird; dieser
Auffassung sind 83 Prozent der Anhänger der demokratischen Parteien,
aber nur 29 Prozent der AfD-Anhänger.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
„Dass die AfD trotz des Anschlags in Halle nicht noch mehr Anhänger
verliert, liegt daran, dass die Gefolgschaft dieser Partei eine
weitgehend homogene und verschworene Gemeinschaft mit starken
Tendenzen zu völkischem Gedankengut ist. Der Kern der AfD-Anhänger
lässt sich auch durch Gewalttaten wie die in Halle nicht beirren,
sondern steht treu zur Partei.“

Mehr dazu unter anderem auch heute Abend bei „RTL Aktuell“.

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung. Die Daten zur Parteipräferenz wurden vom
Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa vom 7.10. – 11.10.2019 im
Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.500 Befragte.
Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Die Meinungen zum
Rechtsextremismus in Deutschland wurden am 10. und 11. Oktober 2019
erhoben. Datenbasis: 1.004 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-
3 Prozentpunkte.

Pressekontakt:
Mediengruppe RTL Deutschland: pressestelle@mediengruppe-rtl.de
forsa: 0172 310 4931

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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