Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Missbrauchsprozess gegen einen Physiotherapeuten in Bielefeld

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Gerade ist die juristische Aufarbeitung des
Missbrauchsfalls Lügde zu Ende, da beginnt in Bielefeld ein weiterer
Strafprozess. Ein Physiotherapeut soll das Vertrauen von Eltern und
kleinen Patientinnen ausgenutzt haben. Von jahrelangem schweren
Missbrauch junger Mädchen ist in der Anklage die Rede. Es spricht
viel dafür, dass die Taten so geschehen sind, wie die Kinder sie
bei der Kripo geschildert haben. Gestützt wird diese Annahme von
tausenden sogenannter Kinderpornofotos, die bei dem Mann gefunden
wurden. Fotos, die auch seine kleinen Patientinnen nackt zeigen.
Dass der Angeklagte trotz dieser Beweise offenbar beabsichtigt, sein
Handeln als Therapie darzustellen, ist eine Verhöhnung der
mutmaßlichen Opfer. Es ist aber auch ein verzweifelter und
untauglicher Versuch, einer Strafe zu entgehen. Der Angeklagte
sitzt zum ersten Mal diesem Richter gegenüber, aber der Richter nicht
zum ersten Mal einem Angeklagten. Dem Gericht erzählen zu wollen,
man habe die Mädchen nur mit einer speziellen Methode behandelt – das
grenzt schon an eine Beleidigung der Justiz.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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