Westfalen-Blatt: Kommentar zu Manuela Schwesigs Krebserkrankung

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Statistisch gesehen muss jeder zweite Deutsche
damit rechnen, im Laufe seines Lebens an Krebs zu erkranken. Insofern
ist die Diagnose, die Manuela Schwesig erhalten hat, nicht so
außergewöhnlich. Ihre Prominenz als Spitzenpolitikerin lenkt den
Blick nur stärker auf das Thema, als es die Erkrankung eines anderen
Menschen täte.

Das mag man für falsch halten, weil die vielen unbekannteren
Krebskranken ihren Angehörigen doch bestimmt ebenso lieb und teuer
sind wie die Ministerpräsidentin den ihren. Doch in einer
Mediengesellschaft ist das kaum zu vermeiden. Viele Menschen werden
Manuela Schwesig jetzt baldige Genesung wünschen. Und das ist auch
gut so – weil das jeder Krebskranke verdient hat.

Aufsehen erregende Schicksale wie ihres können auch zur
Aufklärung beitragen. Wenn Krebsforschungszentrum und Krebshilfe
Recht haben, wären 200.000 der jährlich 500.000 in Deutschland
diagnostizierten Krebsneuerkrankungen vermeidbar – so denn alle
wissenschaftlich belegten Maßnahmen zur Vorbeugung umgesetzt würden.
Das ist aber noch nicht der Fall. Deshalb sollten wir eher mehr über
Krebs sprechen. Es ist die zweithäufigste Todesursache in
Deutschland.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Thomas Hochstätter
Telefon: 0521 585-261
k.heyde@westfalen-blatt.de

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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