Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Zusammenarbeit
mit dem privaten Flüchtlingsheim-Betreiber European Homecare (EHC) in
der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Sankt Augustin wegen
eines Streits um die Betreuungsqualität gekündigt. Das berichtet die
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Mittwochsausgabe) „Das
Vertragsverhältnis wurde wegen anhaltender Differenzen über den
Betrieb beendet“, bestätigte eine Sprecherin der zuständigen
Bezirksregierung Köln der WAZ. Das Essener Unternehmen wurde internen
Unterlagen zufolge mehrfach abgemahnt, weil Personalschlüssel in der
Sozialbetreuung der Asylbewerber nicht eingehalten, Belegungslisten
und Gesundheitsdokumentationen fehlerhaft geführt und
Hygienestandards missachtet worden seien.
2014 geriet EHC in Negativschlagzeilen, als Mitarbeiter eines
externen Sicherheitsdienstleisters in der Einrichtung Burbach einen
Flüchtling misshandelten. Nach dem Skandal wurden Aufsicht und
Betreuungsstandards nachgebessert. Landesweit unterhält NRW aktuell
32 Zentrale Unterbringungseinrichtungen, die Asylbewerber bis zur
Klärung des Bleiberechts betreuen sollen.
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