Deutschland wäre deutlich ärmer ohne Zuwanderung. Wirtschaftlich, kulturell und menschlich – man muss nur an die rund 40.000 binationalen Ehen denken, die jedes Jahr geschlossen werden. Wie sehr die Menschen mit Migrationsgeschichte das Land am Laufen halten, hat der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt am Mittwoch mit seiner Streikaktion demonstriert. Nicht zuletzt haben die Beteiligten damit deutlich gemacht, dass sie die Remigrationsdrohungen der AfD sehr ernst nehmen, sich davon aber nicht einschüchtern lassen. Es war ein Signal der Stärke statt eines der Angst. Unterstützung bekommen sie dabei nicht nur aus der Zivilgesellschaft, sondern vom obersten Repräsentanten des Staates. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat just am Tag vor dem „Migra-Streik“ in Sachsen-Anhalt sehr treffend Deutschland als „Land mit Migrationshintergrund“ bezeichnet und Fantasien von einer völkischen Gemeinschaft zurückgewiesen.
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