Vom Waffenregister unbehelligt bleiben leider
jene, die etwa zehn Millionen Waffen in ihrem Besitz haben, ohne sie
angemeldet zu haben. Relikte aus der Karteikarten-Epoche dezentraler
Ordnungsbehörden, in der jeder für sich Buch führte und nur selten
Dritte Zugang zu den Daten hatten. Auskünfte innerhalb der Ämter oder
gar an ausländische Fahnder zu deutschen Waffen? Fehlanzeige. Die
Zeiten haben sich geändert. Wer Böses will, Schlimmes plant oder auch
nur die Behörden narren will, rüstet spätestens via Internet auf. Es
ist höchste Zeit, dass die Polizei weiß, bei wem sie auf einen
Waffenträger trifft und wie sie die Legende über Vorbesitzer, Händler
bis zum Hersteller prüfen kann.
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